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Niedrigwasser: Strom- und Wärmeversorgung derzeit nicht gefährdet

Die niedrigen Flusswasserstände können zwar Auswirkungen auf den Betrieb einzelner Kraftwerke haben - die Strom- und Wärmeversorgung ist derzeit nach Einschätzung der Energiewirtschaft aber nicht gefährdet. "Gerade für die Belieferung von Steinkohle sind die Flüsse relevant, weil Steinkohle an vielen Standorten effizient über den Wasserweg beschafft wird", sagte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Wegen der sinkenden Wasserstände könnten Schiffe nur noch mit geringerer Ladung fahren. Gegebenenfalls müsse auf alternative Transporte per Lastwagen oder Bahn ausgewichen werden.

Ob Kraftwerke unter den aktuellen Bedingungen normal weiterlaufen können, hängt Andreae zufolge von der jeweiligen Anlage ab. "Sollte es im Hinblick auf die Temperaturdifferenz zwischen Fluss- und Rückführwasser Einschränkungen in der Genehmigung geben, darf an manchen Standorten nur noch in Teillast gefahren werden", sagte sie.

Ältere Kraftwerke: Betrieb kann zunehmend schwieriger werden

Besonders betroffen sein könnten ältere Kraftwerke, die ganz oder teilweise mit Flusswasser gekühlt werden oder Wasser in Gewässer zurückleiten. Für diese Anlagen könne der Betrieb zunehmend schwieriger werden. "Dabei spielen zu niedrige Pegelstände sowie die Genehmigungen eine Rolle", sagte Andreae.

Eine Gefahr für die allgemeine Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland sieht der BDEW derzeit jedoch nicht. "Die Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland ist derzeit nicht gefährdet. Auch die Energiemärkte signalisieren keine Knappheit", sagte Andreae. Die Lage werde dennoch aufmerksam beobachtet.

Es zahle sich der breite Erzeugungsmix aus, betonte sie. Wind- und Solarenergie seien von niedrigen Flussständen nicht direkt betroffen. "Insbesondere Solarstrom deckt tagsüber einen großen Teil der Nachfrage", sagte Andreae. Zugleich zeige die aktuelle Lage, dass Energieinfrastrukturen angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden widerstandsfähiger werden müssten./tob/DP/jha

AXC0197 2026-08-10/16:16

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