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Nach Raketen-Einschlag: Polen will Bürger per SMS warnen

Polen will künftig seine Bürger per SMS darüber informieren, wenn seine Luftwaffe während Angriffen gegen die Ukraine Kampfjets aufsteigen lässt. Damit ziehe man eine Konsequenz aus dem Raketenabsturz Ende Juli, sagte Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka dem Portal "Wirtualna Polska".

Am 30. Juli war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und in der Nähe der Stadt Lublin abgestürzt. Nach Angaben der Regierung in Warschau handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Verletzt wurde niemand.

Bürger in der betroffenen Region beklagten anschließend, über die Gefahrensituation unzureichend informiert worden zu sein. Zwar hätten in der Großstadt Lublin und benachbarten Landkreisen die Sirenen geheult. Jedoch habe zunächst niemand gewusst, worin die Gefahr besteht.

Oberkommando der Armee informiert bislang auf Plattform X

Das Oberkommando der polnischen Armee informiert bislang auf der Plattform X darüber, wenn wegen der Luftangriffe gegen die Ukraine Nato-Kampfjets aufsteigen. Die Kampfjets haben die Aufgabe, Geschosse zu beobachten, die sich dem polnischen Luftraum nähern, um diese bei einem Eindringen eventuell abzuschießen. Auch die Nachricht von dem Eindringen der Rakete in Polens Luftraum wurde zunächst auf X verbreitet.

Künftig sollen solche Informationen nun zusätzlich per SMS vom Zentrum für nationale Sicherheit (RCB) verschickt werden. Dieses ist bislang vor allem für Unwetterwarnungen zuständig. Polens Verteidigungsministerium bereitet zudem nach dem Vorbild der Ukraine eine Warn-App für Luftangriffe vor./dhe/DP/stk

AXC0102 2026-08-10/10:50

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