, dpa-AFX

Reiche sieht Potenzial für KI in der deutschen Industrie

Katherina Reiche sieht Chancen für Deutschland bei industrieller künstlicher Intelligenz. "Das Rennen um große Sprachmodelle werden wir wahrscheinlich nicht gewinnen. Aber bei industrieller KI - also dort, wo Maschinen, Fabriken und Produktion intelligenter werden - haben wir sehr gute Voraussetzungen, international eine führende Rolle zu spielen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Warum Reiche Potenzial sieht

Große Sprachmodelle sind darauf ausgerichtet, menschliche Sprache zu verstehen und Fragen zu beantworten oder Aufträge auszuführen. Ein bekanntes Beispiel ist der Chat GPT. Industrielle KI zielt hingegen darauf ab, Maschinen selbstständiger arbeiten zu lassen.

"Wenn es um industrielle Daten aus hochkomplexen Produktionsprozessen geht, gehören Europa und Deutschland weltweit zu den stärksten Standorten", betonte Reiche. Die Voraussetzungen gebe es, unter anderem durch die europäische KI-Verordnung. "Zweitens hat mir Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur, signalisiert, dass die Bundesnetzagentur alles daran setzt, diese Entwicklung zu unterstützen."

Ministerin: "Echter Wettbewerbsvorteil"

Und schließlich wollten Unternehmen diese Chance nutzen, so Reiche. "Denn die industrielle Fertigungstiefe und die Industriedaten, die dabei entstehen, sind ein echter Wettbewerbsvorteil", betonte Reiche. "Wenn es uns gelingt, aus diesen oft unstrukturierten Daten mit Hilfe von KI neue Wertschöpfung zu schaffen, dann liegt genau dort eine große Chance für Deutschland. Diese Chance dürfen wir nicht verspielen."/hrz/DP/zb

AXC0021 2026-08-10/05:54

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.