ROUNDUP: EU-Kommissarin gibt Tech-Riesen Mitschuld an Migrationskrise in Ceuta
EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen hat
Tech-Unternehmen wie Meta
Vergangene Woche hatten Zehntausende Menschen von Marokko aus die Grenze zu Ceuta überwunden und mit ihrem Ansturm auf die kleine Stadt in Nordafrika einen politischen Streit über den Schutz der EU-Außengrenzen ausgelöst. Eine wichtige Rolle spielten offenbar auch soziale Netzwerke: Zahlreiche Migranten berichteten, Videos und Nachrichten auf Plattformen wie TikTok hätten suggeriert, dass die normalerweise streng gesicherte Grenze plötzlich offen sei. Rasch habe sich die Hoffnung verbreitet, in Ceuta würden Unterkünfte bereitstehen und Weiterreisen aufs spanische Festland winken.
Um auf vergleichbare Entwicklungen besser vorbereitet zu sein, will die EU beliebte soziale Netzwerke künftig aufmerksamer beobachten. Nach einer Sondersitzung der Mitgliedstaaten hieß es diese Woche, um das gemeinsame Lagebild zu verbessern, könnten Frühwarnsysteme weiterentwickelt werden - etwa durch die Überwachung sozialer Medien.
Vor allem in Krisensituationen müssten die Plattformen entschlossen handeln, "um die Integrität des digitalen Raums zu bewahren", schrieb Virkkunen nach dem gestrigen Treffen mit Vertretern von TikTok und dem Facebook-Konzern Meta auf X. "Es braucht mehr Aufsicht, Kooperationen mit Faktenprüfern müssen ausgebaut werden."
Mehrheit hält US-Techkonzerne für zu einflussreich
Ohnehin hält eine deutliche Mehrheit der Deutschen laut einer
Umfrage die Wirkungsmacht der großen US-Technologiekonzerne für zu
groß. 66 Prozent der Befragten meinen, dass Unternehmen wie Meta,
Amazon
Als Gründe nannten die Befragten vor allem Bedenken wegen wachsender Abhängigkeit Deutschlands von den USA. Auch die monopolartigen Strukturen der Tech-Konzerne, Risiken für Datenschutz und Privatsphäre sowie Gefahren durch den Einsatz von Algorithmen und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung bereiten demnach vielen Sorgen.
Für die Erhebung befragte YouGov insgesamt 2.411 Menschen im Zeitraum zwischen dem 10. und 13. Juli./mk/DP/mis
ISIN US0378331005 US0231351067 US30303M1027 US02079K1079
AXC0025 2026-08-08/11:20
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