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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx nach US-Jobdaten weiter auf Rekordkurs

Der EuroStoxx 50 ist am Freitag auf Rekordkurs geblieben. In einem weiterhin freundlichen Umfeld hatte der Leitindex der Eurozone kurz nach der Veröffentlichung von US-Jobdaten eine Bestmarke in Höhe von knapp 6.560 Punkten erreicht, bevor der Schwung nachließ. In den USA war die Beschäftigung im Juli unerwartet gesunken. Dies dürfte Sorgen mildern, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen bald anheben könnte.

Am Ende stand beim EuroStoxx ein Plus von 0,33 Prozent auf 6.523,86 Punkte zu Buche. Auf Wochensicht ergibt dies einen Gewinn von 2,61 Prozent.

Auch außerhalb der Eurozone ging es am Freitag nach oben. Der schweizerische Leitindex SMI gewann 0,18 Prozent auf 14.544,91 Punkte. Der britische FTSE 100 legte um 0,31 Prozent auf 10.901,09 Punkte zu.

Derweil sind die Aussichten für eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zwar weiterhin ungewiss. Doch US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen könnte.

Mit Blick auf einzelne Sektoren präsentierten sich europaweit Pharmawerte stark. Hier ragten die Aktien von Novo Nordisk mit fast vier Prozent Aufschlag hervor. Der Wert erholte sich damit von den jüngsten Abgaben, bleibt aber auf gedrücktem Niveau.

Die Papiere von Roche reagierten mit 0,7 Prozent Gewinn auf einen positiven Analystenkommentar der US-Bank Morgan Stanley. Der Konzern biete eine starke Mischung aus sichtbarem Wachstum und Pipeline-Möglichkeiten, schrieb Expertin Sarita Kapila. Dabei zielt sie vor allem auf das Brustkrebsmittel Giredestrant ab.

Der Sektor der Versicherungsunternehmen aber musste Verluste hinnehmen. Hier belasteten die deutschen Schwergewichte Allianz und Munich Re . Die Aktien reagierten damit auf die Quartalszahlen und Ausblicke der beiden Konzerne. Die Anteilscheine von Allianz büßten 1,6 Prozent und die von Munich Re 1,4 Prozent ein. Der Rückversicherer bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern deutlich zu spüren. Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung hatte Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel für das laufende Jahr gekappt.

Etwas besser sah es bei Generali aus. Der italienische Versicherer hatte im zweiten Quartal dank gut laufender Geschäfte in allen Segmenten operativ mehr als erwartet verdient. Die Analysten von Baader sprachen von starken, aber auch so erwarteten Zahlen. Die Aktien gaben letztlich geringfügig nach, waren in den vergangenen Monaten aber bereits kräftig gestiegen.

In London waren Rohstoffwerte dank des weiter steigenden Goldpreises gefragt. So zogen Fresnillo um 4,6 und Endeavour Mining um 4,1 Prozent an. Bei Gold hatten Schnäppchenjäger zugegriffen, zudem profitierte das Edelmetall von den schwachen US-Jobdaten. Denn mit der Aussicht auf erst einmal ausbleibende Zinserhöhungen gewinnt es gegenüber zinstragenden Anlageformen wie etwa Anleihen an Attraktivität.

Unter den ansonsten wenig bewegten Bauwerten ragten Amrize als klares Schlusslicht im SMI mit fast neun Prozent Minus heraus. Der auf den nordamerikanischen Markt fokussierte Baustoffkonzern hatte ein durchwachsenes Zahlenwerk zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung standen gestiegene Kosten und Margendruck gegenüber./la/he

 ISIN  GB0001383545  FR0003500008  EU0009658145  CH0009980894

AXC0212 2026-08-07/18:42

Relevante Links: Allianz SE, Fresnillo PLC, Endeavour Mining, Roche Holding AG, Amrize AG, Münchener Rückversicherungs-Ges. AG (Munich Re), Novo Nordisk AS, Assicurazioni Generali S.p.A.

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