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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach Rekordserie etwas tiefer / Zurückhaltung wegen ausbleibender Fortschritte in Nahost und vor US-Arbeitsmarktdaten - Post und Rosenbauer reagieren negativ auf Zahlen

Nach der dreitägigen Rekordserie haben die Anleger am Wiener Aktienmarkt am Freitag den Fuß vom Gas genommen. Der ATX fiel bis zum frühen Nachmittag um 0,33 Prozent auf 6.722 Punkte. Am Vortag hatte der heimische Leitindex noch ein Rekordhoch bei 6.780 Einheiten markiert. Für den ATX Prime ging es um 0,33 Prozent auf 3.310 Zähler hinab. Das europäische Umfeld entwickelte sich dagegen überwiegend positiv.

Mit Blick auf den Nahen Osten sind die Aussichten auf eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz weiterhin ungewiss, wodurch auch die Ölpreise wieder leichten Auftrieb bekamen. Zudem steht am Nachmittag der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung an, der die Zinserwartungen mit Blick auf die US-Notenbank Fed und somit auch das allgemeine Marktgeschehen stark beeinflussen kann.

Zahlen gab es von der Österreichischen Post sowie vom Feuerwehrausrüster Rosenbauer. Die Post AG verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 bei höheren Umsätzen einen deutlichen Gewinnrückgang. Den Jahresausblick ließ das Unternehmen unverändert. Das zweite Quartal habe weitgehend den Markterwartungen entsprochen, schrieb Barclays-Analyst Marco Limite. Jedoch würden sich einige strukturell negative Trends, darunter zurückgehende Briefvolumen und Margendruck im Paketgeschäft, fortsetzen. Die Post-Aktie büßte am unteren ATX-Ende 4,3 Prozent ein.

Um 3,6 Prozent ging es für die zuletzt starken Rosenbauer-Papiere hinab. Eine höhere Anzahl an Fahrzeugauslieferungen und mehr Geschäft im vorbeugenden Brandschutz brachten den Feuerwehrausstatter ein Umsatz- und Gewinnplus. Die Baader Bank sprach in einer ersten Reaktion zwar von einem starken Zweitquartal, jedoch hätten Umsatz und EBIT ihre Erwartungen verfehlt.

Bei voestalpine hob die Erste Group ihre Empfehlung von "Hold" auf "Accumulate" an, bei einem auf 55,30 Euro erhöhten Kursziel. Die Heraufstufung spiegle höhere mittelfristige Schätzungen, eine optimistischere Einschätzung der Stahlsparte sowie eine im Branchenvergleich attraktive Bewertung wider, hieß es. Die Titel stiegen um 0,5 Prozent auf 47,36 Euro. Porr notierten nach einer Kurszielanhebung durch Berenberg 1,3 Prozent höher.

spa/mik

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