Österreichische Staatsanleihen im Späthandel kaum bewegt / Warten auf Vereinbarung zu Straße von Hormuz
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstag kaum bewegt. Am Nachmittag lag die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe wie bereits am Vortag bei 3,33 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,06 Prozent auf 125,17 Punkte.
Nach der durch fallende Ölpreise ausgelösten, starken Kurserholung in der ersten Wochenhälfte fehlten weitere Impulse. Die an der Meerenge grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.
Die Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Krieg und eine Öffnung der Straße von Hormuz hatten den Brent-Ölpreis zuletzt auf rund 80 US-Dollar je Barrel gedrückt. Dies linderte die Inflations- und Zinssorgen am Markt etwas, Entwarnung geben Ökonomen aber noch nicht. Solange die Ölpreise auf einem erhöhten Niveau verharren, steigt mit der Zeit auch das Risiko von Zweitrundeneffekten bei der Inflation, schrieb Michiel Tukker, Anleihenexperte bei der ING. Positive Konjunkturdaten - wie die am Mittwoch veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes - gäben der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum, eine straffere Politik zu verfolgen, ohne spürbare negative Auswirkungen auf die Wirtschaft befürchten zu müssen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,76 2,77 -0,01 2 5 Jahre 2,96 2,96 0,00 13 10 Jahre 3,33 3,33 0,00 22 30 Jahre 3,89 3,89 0,00 27
spa/sto