Österreichische Staatsanleihen im Späthandel wenig verändert / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe legt um einen knappen Basispunkt auf 3,33 Prozent zu
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit einer wenig veränderten Tendenz gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um einen knappen Basispunkt auf 3,33 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte.
Marktbeobachter verwiesen auf einen impulsarmen Handel. Ins Blickfeld rückten publizierte Preisdaten, diese lösten im Anleihenhandel aber kaum sichtbare Bewegungen aus. In der Eurozone sind die Erzeugerpreise wie im Vorfeld von Experten erwartet im Juni um 0,3 Prozent zum Vormonat gesunken. Im Jahresvergleich gab es wie von Volkswirten prognostiziert einen Zuwachs von 4,6 Prozent.
Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich dank einer Entspannung bei den Energiekosten deutlich abgeschwächt. Die Erzeugerpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Zuletzt hatte sie den Leitzins unverändert gelassen. Am Markt wird derzeit überwiegend im September eine Zinserhöhung erwartet.
Im Späthandel rückten noch die veröffentlichten US-Konjunkturzahlen ins Blickfeld. Der Stellenaufbau der US-Unternehmen hat sich im Juli spürbar verlangsamt. In der Privatwirtschaft kamen insgesamt nur 44.000 Jobs hinzu, wie aus der Unternehmensumfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten ein Plus von 70.000 Stellen erwartet, nach revidiert 95.000 im Juni.
Für den am Freitag anstehenden Job-Report erwarten Ökonomen ein Stellenplus von 80.000, nach einem Zuwachs von 57.000 im Juni. Die US-Notenbank Federal Reserve hat diese Kennzahlen genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und überdies für stabile Preise sorgen soll. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
In der US-Notenbank mehren sich angesichts der hartnäckig hohen Teuerung die Rufe nach einer Zinserhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh hat sich jedoch mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bewusst bedeckt gehalten. An den Terminmärkten wird darüber gerätselt, ob die Fed bald die Zinszügel anzieht. Die Chance auf einen Zinsschritt nach oben im September wird zurzeit auf rund 59 Prozent geschätzt.
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,77 2,77 0,00 4 5 Jahre 2,96 2,95 0,01 14 10 Jahre 3,33 3,32 0,01 22 30 Jahre 3,89 3,90 -0,01 27
ste/spa