, dpa-AFX

SAP-Chef zu KI-Umbau: 'Wollen uns alle schlagen'

SAP -Chef Christian Klein hat bei der Entwicklung eigener Produkte mit Künstlicher Intelligenz (KI) Tempo gefordert. "Ich spüre den Druck", sagte Klein der "Süddeutschen Zeitung". Wenn das eigene KI-Werkzeug Geschäftsprozesse nicht besser verstehe als ein KI-Agent, den man mit Anthropic - einem US-KI-Unternehmen - baut, dann habe SAP ein Problem. "Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns. Sie wollen uns alle schlagen", sagte Klein.

Die SAP-Aktie ist in den vergangenen eineinhalb Jahren abgestürzt. Klein sagte, das freue ihn natürlich nicht, jedoch müsse man ein bisschen relativieren. Hier werde aktuell eine ganze Branche infrage gestellt. Die große Frage sei, ob sich die Softwarebranche behaupten kann oder KI-Agenten neuer Anbieter die Software ersetzen.

Klein: "Eine sehr, sehr große Transformation"

"Wie viele andere auch müssen wir bei SAP jetzt beweisen, dass wir KI liefern können", sagte Klein. Eine KI, die Geschäftsprozesse verstehe. Er sei da sehr zuversichtlich, allerdings bedeute das für SAP auch "eine sehr, sehr große Transformation". Der KI-Umbau sei noch größer als der Schwenk zur Cloud-Software.

Mit dem Cloud-Umbau verfolgte SAP in den letzten Jahren das Ziel, dass die Programme nicht mehr lokal auf den Servern der Kunden laufen, sondern über das Netz genutzt werden. Die Kunden sollen statt hoher Einmalzahlungen lieber im Abo für die Software bezahlen. Dafür können sie dann einfacher und schneller Updates erhalten, zum Beispiel bei neuen KI-Anwendungen.

Der Softwarehersteller aus Walldorf in Baden-Württemberg ist für seine Software zur Unternehmenssteuerung bekannt. Ob Finanzen, Personal, Fertigung, Vertrieb oder Beschaffung - die Geschäftsprozesse können darüber abgebildet werden./rwi/DP/men

 ISIN  DE0007164600

AXC0118 2026-08-05/10:02

Relevante Links: SAP SE

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.