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ams-Osram im Halbjahr mit höherem Umsatz und mehr Verlust / Halbjahresverlust von 276 Mio. Euro

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Der österreichisch-deutsche Chip- und Sensorenhersteller ams-Osram hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,601 Mrd. Euro und damit um 6 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum erzielt. Mit 276 Mio. Euro lag der Verlust deutlich über dem Fehlbetrag des ersten Halbjahres 2025 mit minus 81 Millionen, teilte der in Zürich börsennotierte Konzern am Dienstag mit. Für das Gesamtjahr hält ams-Osram an der Umsatzprognose fest - bei einer etwas niedrigeren EBITDA-Marge.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) ging von 240 Mio. Euro auf 178 Mio. Euro zurück. Die Nettoverschuldung belief sich Ende Juni auf 1,288 Mrd. Euro, gegenüber 1,071 Mrd. Euro drei Monate zuvor. Zum 30. Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 994 Mio. Euro. Nicht eingerechnet sind hier die Erlöse aus dem Verkauf des Geschäfts mit nicht-optischen Sensoren an Infineon. Der Kaufpreis wurde am 1. Juli 2026 eingebucht. Die Fertigungsdienstleistungen werden jedoch weitergeführt.

Mehrere Verkäufe

Der Konzern entschloss sich zu mehreren Verkäufen, so unter anderem zum Verkauf des Speziallampengeschäfts an Ushio Inc. (abgeschlossen Anfang März 2026), die Veräußerung des nicht-optischen Mixed-Signal-Sensorgeschäfts an Infineon (abgeschlossen am 1. Juli 2026) sowie den Verkauf des CMOS-Bildsensorgeschäfts an Indie Semiconductors (unterzeichnet Anfang Mai 2026).

Insgesamt erwartet das Unternehmen aus diesen Transaktionen Erlöse von rund 700 Mio. Euro. Bisher brachte dies ams-Osram rund 660 Mio. Euro ein. Der Verkaufsabschluss des Bildsensorgeschäfts steht noch aus. Über die Platzierung neuer vorrangiger Anleihen im Volumen von einer Milliarde Euro wurden hochverzinsliche Anleihen abgelöst. Dadurch reduzieren sich die Zinsaufwendungen jährlich um 40 Mio. Euro, merkte ams-Osram-Chef Aldo Kamper im Rahmen einer Telefon-Pressekonferenz an.

Positive Entwicklung

Im Bereich Halbleiter steigerte das Unternehmen im zweiten Quartal den Umsatz auf 621 Mio. Euro, nach 583 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Aber auch der Geschäftsbereich Opto-Semiconductors verwies ams-Osram auf ein sowohl saisonal als auch strukturell besseres Geschäft. Im Automobilgeschäft verzeichnete das Unternehmen sowohl starken Auftragseingang als auch einen höheren Anteil je Fahrzeug. Wobei hier auch die Aufstockung von Lagerbeständen eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte, wie Kamper erklärte. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Geschäft mit der Beleuchtung für Landwirtschaft und Pflanzenbau. Aber auch bei industriellen Anwendungen verzeichnete der Konzern trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten eine steigende Nachfrage.

Mit CMOS Sensoren und ASICs erzielte ams-Osram im zweiten Quartal einen Umsatz von 257 Mio. Euro, nach 224 Millionen im Vorjahreszeitraum. Hier verwies das Unternehmen auf eine höhere Nachfrage für Consumer Products sowie mit dem Bereich für nicht-optischen Sensoren. Bei den Consumer Products - den Komponenten für Android-Smartphones - ging die Nachfrage allerdings wieder etwas zurück. Hier verwies Kamper jedoch auf Engpässe bei Speicherbausteinen und die dadurch geringere Produktion von Smartphones.

Umsatzprognose wird beibehalten

Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 770 Mio. und 870 Mio. Euro sowie einer bereinigten EBITDA-Marge von 16 Prozent, plus/minus 1,5 Prozentpunkte. Im Vorjahreszeitraum erzielte ams-Osram einen Quartalsumsatz von 853 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 19,46 Prozent.

Im Bereich Industrial sei mit einer schrittweisen Markterholung zu rechnen - allerdings müsse hier der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts berücksichtigt werden. Bei den Consumer Products sei mit einem saisonalen Aufschwung zu rechnen, wenn auch nur bei einem moderaten Ausblick für den weltweiten Smartphone-Markt. Der Bereich Automotive unterliege zwar ebenfalls saisonalen Schwankungen, aber das kurzfristige Bestellverhalten bleibe die Regel.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibe hingegen unverändert, teilte ams-Osram weiters mit. So ging ams-Osram von einem leicht niedrigeren Umsatz nach 3,323 Mrd. Euro im Vorjahr und einer niedrigeren EBITDA-Marge (2025: 15,74 Prozent) aus.

fel/tpo/spo

 ISIN  AT0000A18XM4
 WEB   https://ams-osram.com/

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