Aktien Asien: Zurückhaltung prägt überwiegend das Geschehen
An den großen
asiatisch-pazifischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag keine klare
Tendenz etabliert, wobei die Gewinner aber überwogen.
Widersprüchliche Signale der USA und des Iran über den Stand der
Gespräche verstärken aus Sicht der Landesbank Baden-Württemberg die
Unsicherheit. Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues
Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzte, war in
der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden.
Auf der Gewinnerseite standen südkoreanische Aktien. Der Kospi
erholte sich etwas von den Vortagesverlusten und gewann 1,6 Prozent.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die Abschwächung
beim Anstieg der Verbraucherpreise im Juli.
Der japanische Nikkei 225 legte unterdessen um 0,32
Prozent auf 63.957,53 Zähler zu. Zurückhaltend war dabei die
Reaktion auf Zahlen von Toyota . Der weltgrößte
Autobauer hatte nach dem ersten Geschäftsquartal seine
Gewinnprognose angehoben. So geht Toyota-Chef Kenta Kon für das bis
Ende März laufende Geschäftsjahr nun von 3,4 Billionen Yen
operativem Gewinn (18,8 Mrd Euro) aus statt nur von 3 Billionen. Das
wäre im Vergleich zum Vorjahreswert 3,8 Billionen aber immer noch
ein Rückgang. Zudem möchte das Unternehmen im großen Stil eigene
Aktien zurückkaufen und dafür bis zu eine Billion Yen ausgeben. Die
Aktie holte einige der Anfangsverluste auf, verblieb aber im Minus.
Auch in Australien ging es nach oben. Der Leitindex S&P/ASX 200
kletterte um 1,4 Prozent auf 9.145,80 Punkte. Die
Marktstrategen der Deutschen Bank begründeten dies mit der Stärke
der Rohstoffwerte. Vor allem Aktien aus dem Bereich Lithium seien
gefragt gewesen.
Keine klare Tendenz gab es in China. So legte der chinesische
CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der
Festlandbörsen zuletzt um 1,1 Prozent zu, was Experten der Deutschen
Bank mit Gewinnen der Technologiewerte begründeten. Dagegen verlor
der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone
Hongkong 0,8 Prozent./mf/jha/