ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx auf Rekordhoch - Kein Angriff auf Iran
Die Absage neuer Angriffe auf den
Iran durch die Vereinigten Staaten hat den EuroStoxx 50
zum Wochenbeginn auf ein Rekordhoch getrieben. Der
Leitindex der Eurozone stieg am Montag am Ende um 1,08 Prozent auf
6.426,50 Punkte.
US-Präsident Donald Trump kündigte nach der vorläufigen Absage
weiterer Angriffe auf den Iran eine neue Gesprächsrunde mit
Vertretern der Islamischen Republik an. Die Verhandlungen sollten am
Montag stattfinden. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie
auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist,
ließ er offen.
Außerhalb der Eurozone hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen.
In Zürich legte der Leitindex SMI um 0,18 Prozent auf
14.371,77 Punkte zu. Der britische FTSE 100
("Footsie") gab um 0,10 Prozent auf 10.857,70 Punkte nach.
In London belastete der Kursrutsch von Astrazeneca .
Die Titel sackten als Schusslicht im "Footsie" um neun Prozent ab.
Der Pharmariese erwägt eine Übernahme seines US-Wettbewerbers
Bristol Myers Squibb , wie die Nachrichtenagentur
Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Die
Anteilscheine der Amerikaner schwankten in New York deutlich und
legten zuletzt etwas zu.
Mit Blick auf einzelne Sektoren waren europaweit die Aktien der
Automobilbranche stark gefragt, der Sektorindex stieg
um 1,4 Prozent und setzte damit die jüngste Erholung fort. Ende Juni
war der europäische Autosektor auf den tiefsten Stand seit 2020
gefallen. Die Anteilscheine von Renault gewannen 4,4
Prozent.
Gegen den Trend gaben die Papiere von Stellantis in
Mailand leicht nach. Die Großbank UBS hatte die Kaufempfehlung für
die Aktien gestrichen. In einem sich verbessernden Geschäftsumfeld
mache der Automobilhersteller zu wenige Fortschritte, schrieb
Analyst Patrick Hummel. Was bei höheren abgesetzten Volumina am Ende
unten ankomme, sei erstaunlich wenig. Höhere Lagerbestände bei
Händlern erforderten entweder Produktionskürzungen oder Kaufanreize.
Derweil ließ die Absage an weitere Angriffe auf den Iran die Öl- und
Gaspreise an den Rohstoffmärkten deutlich fallen. Dies lastete etwas
auf den Kursen von Öl- und Gasproduzenten ./la/he