Österreichische Staatsanleihen im Späthandel wenig verändert / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe legte leicht auf 3,392 Prozent zu
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag nur wenig verändert gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg leicht auf 3,392 Prozent.
Nach der wie erwartet ausgefallenen Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Vorabend prägte Zurückhaltung das Geschehen. Nicht eindeutig waren unterdessen die Aussagen der US-Notenbank. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh ließ bei seiner zweiten Leitzinsentscheidung nach Ansicht von Marktteilnehmern Fragen offen.
"Einerseits schien Warsh damit zufrieden zu sein, dass die Finanzmärkte in den vergangenen Wochen die monetären Konditionen durch steigende (reale) Renditen restriktiver gestaltet haben", merkte Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender des Vermögensverwalter Main Sky Asset Management, an. "Andererseits ließ er erneut keinen Zweifel daran, dass die Fed es mit dem Zwei-Prozent-Inflationsziel sehr ernst meint und hier liefern wird."
Im Fokus stand am Berichtstag eine heimische Konjunktureinschätzung. Die österreichische Wirtschaftsleistung stagnierte im zweiten Quartal. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Schnellschätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo).
Der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegene Erdölpreis habe die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal belastet und dadurch die konjunkturelle Erholung unterbrochen. Die Konjunkturprognose für 2026 bleibt laut den Wirtschaftsforschern aber aufrecht. Für das Gesamtjahr erwartet das Wifo weiterhin ein Wirtschaftswachstum in Österreich von 0,9 Prozent.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung 2 Jahre 2,795 2,837 -0,042 5 Jahre 3,017 3,022 -0,005 10 Jahre 3,392 3,376 +0,016 30 Jahre 3,944 3,914 +0,030
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