Preise im Iran steigen weiter stark
Nach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für Menschen im Iran immer teurer. Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib.
Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechtere Versorgungslage belasten Menschen im Iran deutlich. In einem aktuellen Bericht schreibt die Nachrichtenagentur Tasnim von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen. Krankenhäuser seien überfüllt und vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen.
Im Januar gab es angesichts der von internationalen Sanktionen geprägten Wirtschaftslage Massenproteste. Diese wurden brutal niedergeschlagen.
Bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen seit Ausbruch des Krieges Ende Februar wurden wichtige Industrieanlagen im Iran zerstört. Eine Internetsperre sowie die Schließung von Geschäften während des Krieges belasten die wirtschaftliche Aktivität. Die Weltbank hatte in einem Bericht von April die jährlichen Inflationsraten im Iran in den vergangenen beiden Jahren bei etwa 40 Prozent angegeben. Die jährliche Teuerungsrate für Nahrungsmittel habe im Februar 2026 bei 99 Prozent gelegen, hieß es weiter./mar/DP/jha
AXC0197 2026-07-29/12:33