Österreichische Staatsanleihen im Späthandel ohne Richtung / Bei morgiger Fed-Sitzung wird keine Änderung des US-Leitzins erwartet
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe lag wie bereits am Vortag bei 3,35 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,04 Prozent auf 124,97 Punkte.
Morgen sind die Blicke auf die Sitzung der US-Notenbank Fed gerichtet. Auf der zweiten Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wird erneut keine Leitzins-Änderung erwartet. Ökonomen rechnen überwiegend damit, dass die US-Notenbanker den Leitzins zum fünften Mal in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten werden. Zuletzt hatte die Fed im Dezember den Leitzins angehoben.
Zudem geben die Ölpreise aufgrund der derzeit ruhigen Situation am Persischen Golf weiter nach. "Vermutlich versucht die US-Administration mit wirtschaftlichen Konzessionen, den Iran an den Verhandlungstisch zurückzuholen", schreiben die Experten der Dekabank. "Der nächste Schritt in Richtung Deeskalation wären Anzeichen, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz wieder aufgenommen wird."
Die Ökonomen der Deutschen Bank verweisen darauf, dass die jüngste Eskalation im Nahen Osten und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise die Inflationsrisiken wieder verstärkten. Sie erwarten mit Blick auf die Fed je eine Leitzinsanhebung um einen Viertelprozentpunkt im September und danach im Dezember.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,79 2,81 -0,02 2 5 Jahre 2,99 3,01 -0,02 13 10 Jahre 3,35 3,35 0,00 22 30 Jahre 3,90 3,90 0,00 28
moe/spa