Verteidigungsabkommen zwischen Kuwait und Pakistan in Kraft
Zwischen dem Golfstaat Kuwait und der Atommacht Pakistan ist ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei der Verteidigung in Kraft getreten. Die beiden Länder wollen damit unter anderem Militärübungen abhalten sowie Technologie und Geheimdienstinformationen austauschen, wie Zeitungen in Kuwait übereinstimmend berichteten. Das bereits Mitte 2023 vereinbarte Abkommen sei nun ratifiziert worden und damit in Kraft.
Pakistan zählt unter anderem mit Indien, den USA, Russland und China zu den Ländern, die Atomwaffen besitzen. Pakistan hat gute Beziehungen zu den Golfstaaten wie auch zum Iran und tritt im laufenden Krieg als Vermittler auf.
Pakistan hatte vergangenen Herbst bereits ein Abkommen über die gemeinsame Verteidigung mit Saudi-Arabien geschlossen. Das wurde als Hinweis gesehen, dass die Golfmonarchie sich angesichts der Angriffe im Iran-Krieg von dem eigentlichen Verbündeten USA alleingelassen fühlt und sich auch nach anderen Bündnissen umsieht.
Die jetzt in Kraft getretene Zusammenarbeit mit Kuwait, das im Iran-Krieg besonders stark unter Beschuss steht und das ebenfalls US-Truppen beheimatet, soll nicht so weitreichend sein wie das Abkommen mit Saudi-Arabien. Trotzdem ist sie ein Hinweis, dass Pakistan in der Golfregion militärisch an Einfluss gewinnt./jot/DP/zb
AXC0039 2026-07-26/14:27