, APA/dpa-AFX

Wiener Börse - ATX beendet gute Woche etwas tiefer / Positives Aktienumfeld trotz Iran-Sorgen und US-Zöllen - Wochenplus von 1,4 Prozent - Analystenabstufungen belasten Wienerberger

---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ab Absatz 4 ergänzt.
---------------------------------------------------------------------

Am Wiener Aktienmarkt hat der ATX am Freitag leicht nachgegeben. Nachdem ein anfänglicher Erholungsversuch sukzessive an Schwung verloren hatte, drehte der Leitindex im Nachmittagsverlauf in negatives Terrain ab. Letztlich schloss er mit 6.455,88 Punkten und einem Abschlag von 0,05 Prozent aber nur wenig verändert und brachte einen Wochengewinn von 1,4 Prozent über die Ziellinie.

Damit bleibt der ATX in der Seitwärtsbewegung, in der er sich seit dem Rekordhoch von vor rund einem Monat hält. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,05 Prozent auf 3.177,07 Zähler hinab. Anders sah es im europäischen Umfeld aus, wo sich die Indizes mit klaren Zuwächsen ins Wochenende verabschiedeten.

Für eine positive Note sorgten zum Wochenausklang Stimmungsdaten aus dem Euroraum. Sowohl der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister als auch jener der Industrie hellten sich überraschend stark auf. Ansonsten bleibt das Umfeld zwar trübe, neue Hiobsbotschaften blieben aber aus. Sorgen um KI-Investitionen und Kriegshandlungen in Nahost sind weiterhin Unsicherheitsfaktoren am Markt. Der Brent-Ölpreis kam jedoch etwas von der Kursspitze zurück und fiel wieder unter 100 US-Dollar je Barrel. Zudem verhängen die USA neue Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter auch auf Waren aus der Europäischen Union. Marktbeobachter sehen darin jedoch keine neuen negativen Auswirkungen.

Dass dem ATX im Verlauf die Luft ausging, lag auch an den AT&S-Aktien, die wie auch andere Branchenwerte mit dem Start der US-Börsen in die Verlustzone abdrifteten. Möglicherweise lag der Fokus hier auf der Ergebnispräsentation des US-Konzerns Intel, wo sich die Anleger trotz guter Zahlen für Gewinnmitnahmen entschieden. In Wien büßten AT&S 5,8 Prozent ein.

Wienerberger fielen um weitere 1,5 Prozent auf 20,08 Euro, nachdem weitere Analysten mit Abstufungen auf die am Dienstag ausgegebene Gewinnwarnung des Baustoffkonzerns reagierten. Jene der Erste Group senkten ihre Kaufempfehlung für die Aktien von "Buy" auf "Accumulate". Zudem wurde von Analyst Michael Marschallinger das Kursziel von 34,70 auf 24,20 Euro herabgestuft. Auch Exane BNP nahm ihr "Outperform"-Rating für die Titel zurück und bewertet sie nun mit "Neutral". Das Kursziel wurde von 27 auf 20 Euro zusammengestrichen.

Klar hinauf ging es dafür mit den Industriewerten. Andritz schlossen mit plus 3,2 Prozent an der ATX-Spitze. Marktbeobachter verwiesen auf starke Zahlen des finnischen Mitbewerbers Valmet. Gesucht waren zudem voestalpine mit plus 2,5 Prozent.

Ebenfalls unter den besseren Werten fanden sich CA Immo wieder, die von einem am Vorabend angekündigten Aktienrückkaufprogramm gestützt 1,3 Prozent zulegten. Hingegen gaben OMV angesichts der fallenden Ölpreise 1,5 Prozent ab und RBI-Aktien kamen nach dem guten Vortag um 2,8 Prozent zurück.

spa/mik

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.