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ROUNDUP 2: Russische Raketen auf Kiew - Tote nach Bomben in Slowjansk

Das russische Militär hat erneut schwere Angriffe aus der Luft auf die Ukraine gestartet. Im Umland westlich von Kiew wurden bei einem Raketenangriff auf eine Waffenausstellung nach offiziellen Angaben Dutzende Menschen verletzt und mindestens zehn getötet.

In der frontnahen Stadt Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk töteten Gleitbomben mindestens fünf Menschen.

Raketen auf Kiew und Umgebung

Die Behörden hatten kurz vor Mittag Raketenalarm in Kiew ausgelöst. Russland habe mindestens zehn ballistische Raketen auf die Stadt abgefeuert, dazu auch Lenkwaffen vom Typ Zirkon, berichtete die Nachrichtenagentur Unian. Über der Stadt waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko rückten auch Krankenwagen aus.

Härter traf es demnach das Umland: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Rettungs- und Bergungsarbeiten. Dazu stellte er Bilder, die erneut schwere Verwüstungen zeigen - vor allem privater Wohngebäude.

Zum Ziel des Angriffs gab es aus der Ukraine unterschiedliche Angaben. Dem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe zufolge galt der Schlag einem privaten Sportkomplex. Unter Berufung auf den Chef des Drohnenherstellers First Contact berichteten Medien, auf dem Gelände seien gerade Waffen präsentiert worden. Der Luftwaffe zufolge konnte nur eine von drei Raketen abgefangen werden.

Moskau: Drohnen und Militärs beschossen

Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums hat das Militär eine Einrichtung beschossen, "wo aus ukrainischer und ausländischer Produktion stammende Drohnen - teils noch in der Entwicklungsphase - demonstriert wurden, die für Schläge gegen zivile Objekte auf russischem Gebiet genutzt wurden." Es seien hohe Vertreter des Militärs und der Geheimdienste getroffen worden, heißt es. Unabhängig lassen sich diese Aussagen nicht überprüfen.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko ist die Zahl der zivilen Toten derweil auf zehn gestiegen. Verletzt wurden demnach weitere rund 100 Menschen. Krawtschenko sprach von einem Kriegsverbrechen. Ermittelt wird ihm zufolge aber auch wegen möglicher Sicherheitsverstöße bei der Veranstaltung am Angriffsort, die zum Tod von Menschen geführt hätten.

Russland hat in den vergangenen Wochen die Raketenangriffe auf Kiew massiv verstärkt. Immer wieder kommen dabei viele Zivilisten zu Schaden.

Slowjansk erneut Ziel von Bomben

Schwere Folgen hatten die russischen Angriffe auch in Slowjansk: Dort habe es neben den fünf Toten auch neun Verletzte nach dem Abwurf von Gleitbomben gegeben, teilte der ukrainische Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Seinen Angaben nach wurden zehn private Wohnhäuser beschädigt, zudem auch eine Fabrik und das Gebäude des lettischen Honorarkonsuls in der Stadt. Bereits am späten Donnerstagabend verletzte das russische Militär mit Bombenabwürfen mehr als ein Dutzend Zivilisten in Slowjansk.

Filaschkin rief die Menschen angesichts der Gefahr zur Flucht auf. "Die Evakuierung ist kostenlos. Wir helfen mit dem Transport, der Unterbringung und allem Notwendigen", schrieb er.

Der Stromversorger Ukrenergo meldete Schäden an Energieanlagen in fünf anderen Regionen infolge russischer Angriffe. Getroffen worden seien Objekte in den Gebieten Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Dnipropetrowsk und Saporischschja, hieß es in einer Mitteilung./bal/DP/stw

AXC0224 2026-07-24/18:04

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