, dpa-AFX

Kauflaune der Deutschen auf niedrigem Niveau

Die Kauflaune der Menschen in Deutschland wird angesichts hoher Spritpreise und pessimistischer Einkommenserwartungen nicht besser. Das Konsumklima verharre weiter auf niedrigem Niveau, teilten die Nürnberger Institute NIM und GfK als Ergebnis ihrer jüngsten Konsumklimastudie mit.

Laut einer am Freitag in Nürnberg veröffentlichten Studie der Konsumforschungsinstitute ist der Indikator für das Konsumklima im August überraschend auf minus 29,6 Punkte gesunken, von zuvor revidiert minus 29,3 Punkten. Analysten hatten hingegen mit einer Erholung der Konsumlaune gerechnet und waren im Schnitt von minus 28,5 Punkten ausgegangen.

Der erneute leichte Rückgang im Vergleich zum Vormonat sei vor allem auf niedrigere Einkommenserwartungen sowie eine höhere Sparneigung zurückzuführen. Die Anschaffungsneigung wie auch die Konjunkturerwartungen hätten sich im Vergleich dazu etwas positiver entwickelt. Die Preise an den Zapfsäulen, nach Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni wieder deutlich nach oben gegangen, täten ihr Übriges.

Die wieder etwas erhöhte Sparneigung zeige auch, dass die Menschen es angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, ihr Geld zusammenzuhalten. "Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert", sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte bei NIM. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben"./dm/DP/jha

AXC0054 2026-07-24/08:08

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.