Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet / Warten auf EZB-Entscheid
Am Tag der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte der Wiener Aktienmarkt leichter ins Geschäft starten. Mit einer Veränderung der geldpolitischen Schlüsselsätze wird nicht gerechnet. Die jüngste Eskalation am Persischen Golf und die wieder steigenden Energiepreise seien Entwicklungen, die den Notenbankern kaum gefallen dürften, schreiben die Ökonomen der Helaba: "Klare Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung gibt es gleichwohl nicht."
Bankenindikationen sahen den ATX am Donnerstag rund 50 Minuten vor Handelsbeginn bei 6.486 Punkten und damit 0,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Damit dürfte der heimische Leitindex die Erholungsgewinne der Vortage teilweise wieder abgeben. Unterm Strich bleibt er in der Konsolidierungsspanne zwischen 6.300 und dem Rekordhoch bei knapp 6.600 Einheiten. Auch das europäische Umfeld wird mit moderaten Abgaben erwartet.
Inzwischen schüren steigende Ölpreise wegen der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg weiter Inflationsängste und bleiben damit ein Problem für die Märkte. Hinzu kommt, dass die nach US-Börsenschluss vorgestellten Zahlen großer US-Konzerne die Anleger nicht überzeugten - obwohl der Internetriese Alphabet im vergangenen Quartal die Wall-Street-Erwartungen übertroffen hat. Da Googles Mutterkonzern noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur stecken will, kamen die Aktien nachbörslich unter Druck. In Asien allerdings profitierten Chipwerte davon.
Abseits des EZB-Entscheids stehen kaum wichtige Konjunkturdaten an. Auch unternehmensseitig blieb die Meldungslage zunächst dünn.
Am Mittwoch hatte der ATX um 0,26 Prozent höher bei 6.528,16 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
RHI Magnesita +4,36% 35,90 Euro Rosenbauer +3,77% 60,60 Euro Mayr-Melnhof +2,79% 84,70 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
FACC -1,72% 16,04 Euro Zumtobel -1,69% 4,07 Euro AT&S -1,11% 177,60 Euro
spa/prtab
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