Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mehrheitlich fester / Rendite der zehnjährigen Anleihen stabil bei 4,31 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mehrheitlich mit Kursgewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe lag wie bereits am Vortag bei 3,41 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 26 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,08 Prozent auf 124,43 Punkte.
Die Märkte schauen auf die Zinsentscheidung der EZB an diesem Donnerstag. Es wird trotz des jüngsten Ölpreisanstiegs zunächst noch keine weitere Anhebung erwartet. "Trotz dieses Anstiegs notiert Brent jedoch weiterhin unterhalb des 'milderen' Szenarios, das die EZB in ihren Juni-Prognosen dargelegt hat", kommentierte Hauke Siemßen, Anleiheexperte bei der Commerzbank. "Die Notwendigkeit für ein rasches Handeln der EZB scheint daher vorerst begrenzt zu sein."
Britischer Staatsanleihen profitierten am Mittwoch nur vorübergehend von Inflationszahlen. In Großbritannien hat sich die Inflation im Juni wegen niedrigerer Benzinpreise abgeschwächt. Die Inflationsrate fiel von 2,8 Prozent im Vormonat auf 2,6 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 2,7 Prozent gerechnet.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,84 2,85 -0,01 0 5 Jahre 3,04 3,06 -0,02 12 10 Jahre 3,41 3,41 0,00 26 30 Jahre 3,95 3,96 -0,01 29
mik/spa