ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - KI-Sorgen belasten Nasdaq
Die US-Aktienmärkte haben zum Wochenschluss mit
deutlichen Verlusten geschlossen. Neben dem Iran-Krieg belasteten
KI-Sorgen die Stimmung an den Börsen. Der Dow Jones Industrial
ging 0,77 Prozent niedriger bei 52.146,42 Punkten aus
dem Handel. Der Leitindex verzeichnete damit einen Wochenrückgang
von 0,93 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 ging
es am Freitag um 1,01 Prozent auf 7.457,69 Zähler nach unten. Der
technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,49 Prozent auf
28.592,66 Punkte. Auf Wochensicht gab der Index damit um 4,13
Prozent nach.
Bei neuen massiven Angriffen auf den Iran haben die USA nach
Medienberichten auch Infrastruktur beschädigt. Nach iranischen
Angaben wurden Brücken, ein Flughafen und Infrastruktur der Seefahrt
getroffen.
Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher
Intelligenz (KI) setzte China einen neuen Meilenstein. Das vom
Tech-Riesen Alibaba unterstützte Start-up Moonshot AI präsentierte
sein neues Sprachmodell "Kimi K3", das nach eigenen Angaben mit den
Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und Anthropic in einer
Liga spielt.
"Kimi K3" sorgt in der Branche für Aufsehen und schürt in den USA
Sorgen um den schwindenden technologischen Vorsprung. Beobachter
ziehen bereits Parallelen zum sogenannten "DeepSeek-Moment" Anfang
2025, als ein chinesisches Modell erstmals US-Dominanz-Annahmen
erschütterte und die Tech-Aktienmärkte weltweit einbrechen ließ.
Entsprechend ging es für die früheren KI-Boom-Aktien wie Nvidia
und Applied Materials um 2,2
beziehungsweise 5,6 Prozent abwärts. Die Titel des Raumfahrt- und
KI-Konzerns SpaceX büßten 5,4 Prozent ein. Damit hat
das Unternehmen seit seinem Allzeithoch eine Billion US-Dollar an
Börsenwert verloren.
Apple hatte sich nach mehr als einem Jahr den Titel
des wertvollsten Unternehmens an der Börse zeitweise zurückgeholt.
Den Ausschlag gab im frühen Handel ein Kursrückgang von knapp vier
Prozent bei der Nvidia-Aktie. Die Aktie des iPhone-Konzerns schloss
0,1 Prozent höher.
Unter den Einzelwerten standen die Anteilscheine von Netflix
im Anlegerfokus. Der Videostreaming-Marktführer
veröffentlichte seine Zahlen für das vergangene Quartal, begleitet
von Zweifeln an der Börse daran, wie gut der langjährige
Branchenprimus seine Kunden halten kann. Zudem verfehlte die
Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal die durchschnittlichen
Analystenerwartungen. Der Aktienkurs fiel um 7,3 Prozent. In den
vergangenen zwölf Monaten hat die Netflix-Aktie mehr als 40 Prozent
eingebüßt.
Die Papiere von Intuitive Surgical brachen um 14,2
Prozent ein. Das auf robotergestützte Chirurgie spezialisierte
Unternehmen hatte sein Ziel für das weltweite Wachstum der mit dem
"Da Vinci"-System durchgeführten Eingriffe für 2026 beibehalten,
obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals die durchschnittlichen
Analystenschätzungen übertroffen hatten./err/he