ROUNDUP: Aktien New York: Nasdaq mit deutlichen Verlusten - KI-Sorgen belasten
Die US-Aktienmärkte sind am Freitag mit
Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones Industrial
fiel im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 52.490
Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,7
Prozent auf 7.481 Zähler nach unten. Der technologielastige Nasdaq
100 verlor 1,5 Prozent auf 28.596 Zähler.
Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher
Intelligenz (KI) setzte China einen neuen Meilenstein. Das vom
Tech-Riesen Alibaba unterstützte Start-up Moonshot AI präsentierte
sein neues Sprachmodell "Kimi K3", das nach eigenen Angaben mit den
Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und Anthropic in einer
Liga spielt.
"Kimi K3" sorgt in der Branche für Aufsehen und schürt in den USA
Sorgen um den schwindenden technologischen Vorsprung. Beobachter
ziehen bereits Parallelen zum sogenannten "DeepSeek-Moment" Anfang
2025, als ein chinesisches Modell erstmals US-Dominanz-Annahmen
erschütterte und die Tech-Aktienmärkte weltweit einbrechen ließ.
Entsprechend ging es für die früheren KI-Boom-Aktien wie Nvidia
und Applied Materials um 1,8
beziehungsweise 4,4 Prozent abwärts. Die Titel des Raumfahrt- und
KI-Konzerns SpaceX büßten 4,5 Prozent ein. Damit hat
das Unternehmen seit seinem Allzeithoch eine Billion US-Dollar an
Börsenwert verloren.
Unter den Einzelwerten standen die Anteilscheine von Netflix
im Anlegerfokus. Der Videostreaming-Marktführer
veröffentlichte seine Zahlen für das vergangene Quartal, begleitet
von Zweifeln an der Börse daran, wie gut der langjährige
Branchenprimus seine Kunden halten kann. Zudem verfehlte die
Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal die durchschnittlichen
Analystenerwartungen. Der Aktienkurs fiel zuletzt um 8,7 Prozent. In
den vergangenen zwölf Monaten hat die Netflix-Aktie mehr als 40
Prozent eingebüßt.
Die Papiere von Intuitive Surgical brachen um rund 12
Prozent ein. Das auf robotergestützte Chirurgie spezialisierte
Unternehmen hatte sein Ziel für das weltweite Wachstum der mit dem
"Da Vinci"-System durchgeführten Eingriffe für 2026 beibehalten,
obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals die durchschnittlichen
Analystenschätzungen übertroffen hatten.
Die Titel des Wettbewerbers Staar Surgical fielen
ebenfalls um 12 Prozent, nachdem der Anbieter von Medizinprodukten
einen Nettoumsatz für das zweite Quartal in Aussicht gestellt
hatte./err/he