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Macron: Frankreich zahlt weiter allein für seine Atomwaffen

Die künftige Kooperation von Deutschland und Frankreich bei der nuklearen Abschreckung hat nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron nicht zum Ziel, dass Berlin sich an der Finanzierung französischer Atomwaffen beteiligt. "Die Finanzierung der französischen nuklearen Abschreckung wird weiterhin von Frankreich übernommen", sagte Macron zum Abschluss es deutsch-französischen Regierungstreffens in Brühl. Frankreich habe seine atomare Bewaffnung immer selbst finanziert und werde das auch weiterhin tun.

"Was ist das Ziel? Es geht darum, die Sicherheit des europäischen Kontinents zu verbessern und bei unseren Gegnern mehr Unsicherheit zu schaffen, indem wir der nuklearen Abschreckung weitere Wege und Mittel eröffnen", sagte Macron. Mit Deutschland als vertrauenswürdigem und bevorzugtem Partner sollten gemeinsame Übungen organisiert und Vertrautheit zwischen den Militärexperten hergestellt werden.

Keine absolute Transparenz bei Atomabschreckung

"Dabei wollen wir auch bei unseren Gegnern Unsicherheit schüren und daher in Kauf nehmen, nicht immer zu 100 Prozent offenzulegen, was wir tun werden, denn vollständige und absolute Transparenz ist gegenüber Gegnern auf europäischem Boden nicht unbedingt die wirksamste Strategie", sagte Macron, auch in Antwort auf die Frage einer möglichen Stationierung französischer Atomwaffen in Deutschland.

Bei dem deutsch-französischen Treffen im Rheinland hatte der gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitsrat die Weichen für eine erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung gestellt./mfi/evs/DP/men

AXC0198 2026-07-17/16:57

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