Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend höher / Negative Stimmung an Aktienmärkten stützt
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitagnachmittag mehrheitlich mit Kursgewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um 3 Basispunkte auf 3,35 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,16 Prozent auf 125,13 Punkte.
Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung nach den schwächeren Vortagen, begünstigt durch die negative Stimmung an den Aktienmärkten. Zwar habe es für die jüngste Abwärtsdynamik keinen fundamentalen Auslöser gegeben, schrieb Marco Stoeckle, Anleihestratege bei der Commerzbank. Doch das gestrige Angebot, steigende Ölpreise und die Schwäche der US-Staatspapiere hätten wahrscheinlich alle eine Rolle gespielt. Die aktuelle Erholung scheine durch die sich eintrübende Risikostimmung getrieben.
US-Konjunkturdaten, wie etwa Uni-Michigan-Verbrauchervertrauen und Zahlen zur Industrieproduktion beeinflussten das Geschehen am Anleihemarkt ebenso wenig wie die endgültigen Verbraucherpreise in der Eurozone. Letztere brachten nur eine Bestätigung der ersten Schätzung.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,82 2,81 0,01 5 5 Jahre 2,99 3,01 -0,02 15 10 Jahre 3,35 3,38 -0,03 24 30 Jahre 3,90 3,95 -0,05 29
spa/ste