Autobauer Volvo verdient operativ weniger als erwartet - Umsatz bricht ein
Der von Chinesen kontrollierte schwedische
Autobauer Volvo Cars hat im zweiten Quartal wegen des
Preiskampfs in China und steigender Rohstoffpreise noch schwächer
abgeschnitten als befürchtet. Der Umsatz sei um 17 Prozent auf 77,7
Milliarden schwedische Kronen (rund 7 Mrd Euro) gefallen, teilte das
Unternehmen am Freitag in Göteborg mit. Damit fiel der Rückgang
höher aus, als Analysten erwartet hatten. Die Zahl der verkauften
Autos sei um sechs Prozent auf 171.500 gesunken. Zudem verfehlte
Volvo mit einem operativen Ergebnis von 826 Millionen Kronen die
Erwartungen der Experten.
Im Vorjahresquartal hatte Volvo operativ noch tief in der
Verlustzone gesteckt. Dank Einsparungen vor allem bei den Kosten für
Forschung und Entwicklungen blieb im vergangenen Quartal trotz des
Umsatzeinbruchs ein kleiner operativer Gewinn übrig. Volvo-Car-Chef
Hakan Samuelsson rechnet aber im zweiten Halbjahr wegen des
Wachstums in Europa und der Erholung in den USA mit besseren
Verkaufszahlen. Zudem sollte sich der Zahlungsmittelzufluss zum
Jahresende hin deutlich verbessern.
Volvo Cars gehört zum chinesischen Autokonzern Geely .
Dieser hält fast 80 Prozent der Aktien. Der Kurs der
Volvo-Car-Anteilsscheine sackte im bisherigen Jahresverlauf fast ein
Drittel ab. Das Unternehmen ist nach dem Kursrutsch gerade mal noch
umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro wert./zb/nas/stk