ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wall Street steigt etwas - Nasdaq schwächelt
Die US-Aktienmärkte haben sich am Mittwoch
relativ wenig bewegt und letztlich unterschiedlich entwickelt. Der
Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,29 Prozent
im Plus bei 52.658,64 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500
ging es um 0,38 Prozent auf 7.572,40 Zähler nach
oben. Dagegen fiel der technologielastige Nasdaq 100
um 0,28 Prozent auf 29.502,60 Punkte.
In den USA hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise merklich
verlangsamt. Bereits am Dienstag hatten die Verbraucherpreise die
gleiche Tendenz gezeigt und dem Markt damit etwas Schwung gegeben.
Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Anlegerfokus, zumal
die Ölpreise wieder stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem
Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht
hatte. Unterdessen startete das US-Militär nach eigenen Angaben die
zweite Angriffswelle des Tages gegen den Iran. Die Angriffe richten
sich demnach gegen militärische Fähigkeiten des Irans, die dafür
genutzt worden seien, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu
bedrohen.
Die Aktie von Apple erklomm ein Rekordhoch und gewann als
Dow-Spitzenreiter 4,0 Prozent. Rückenwind kam von guten Nachrichten
zum iPhone-Absatz sowie von einem entscheidenden regulatorischen
Durchbruch für die KI-Plattform des Technologiekonzerns in China.
Apple verbuchte mit dem Mobiltelefon im zweiten Quartal einen
Rekordanteil von 20 Prozent am globalen Smartphone-Markt, obwohl die
gesamten Auslieferungen der Branche aufgrund einer gravierenden
Speicherknappheit auf den niedrigsten Stand seit 2013 fielen.
Zudem erhielt Apple die lang erwartete staatliche Genehmigung zur
Einführung von Apple Intelligence in China, was dem Unternehmen auf
dem weltweit am härtesten umkämpften Smartphone-Markt möglicherweise
einen Schub verleihen könnte. Dies schließe eine der zentralen
Lücken in der KI-Strategie von Apple, die von Analysten bemängelt
worden sei, hieß es am Markt.
Im Fokus standen zudem die Papiere von Paypal , die um
mehr als 17 Prozent auf 55,52 Dollar nach oben schnellten. Der
Zahlungsdienst steht laut Kreisen vor einer möglichen Übernahme. Der
Zahlungsabwickler Stripe und der Finanzinvestor Advent hätten über
50 Milliarden US-Dollar für den Fintech-Pionier geboten, berichtete
die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit
der Sache vertraute Personen. Die Offerte soll einem Eingeweihten
zufolge bei rund 60 Dollar je Aktie liegen.
Quartalszahlen legten unter anderem die US-Bank Morgan Stanley
vor. Zudem berichtete der im Dow notierte
Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) über
sein abgelaufenes Jahresviertel. Morgan Stanley überzeugte ähnlich
wie am Tag zuvor JPMorgan und Goldman Sachs
mit sprudelnden Einnahmen in den wichtigsten
Geschäftsbereichen. Die Aktie legte um 0,4 Prozent zu. Für J&J ging
es um 2,7 Prozent nach unten. Zwar hob der Konzern seine Jahresziele
an, doch am Markt wurde auf durchwachsene Umsätze bei Arzneien
hingewiesen.
Die Aktien von SpaceX fielen im Handelsverlauf
erstmals seit dem Börsengang Mitte Juni unter den Ausgabepreis von
135 US-Dollar. Am Ende schafften es die Papiere des Raumfahrt- und
KI-Konzerns von Tesla-Chef Elon Musk mit minus 0,6
Prozent auf 135,27 Dollar aber knapp über die Marke. Nach der ersten
Euphorie im Zuge des Rekord-Börsengangs und der Bestmarke am dritten
Handelstag bei 225,64 Dollar war es für die Titel auf Talfahrt
gegangen.
Einen Kursverlust von gut 15 Prozent musste Pentair
verkraften. Das Unternehmen für Wasseraufbereitung kappte sein
Jahresergebnisziel. Die kanadische Bank RBC strich daraufhin ihre
"Outperform"-Erwartung für die Aktie. Dabei wurde auch auf den
überraschenden Weggang des Finanzchefs nach nur vier Monaten im Amt
verwiesen.
Die Aktien von Lucid erholten sich mit plus 29
Prozent deutlich von ihrem jüngsten Kursverfall. Am Dienstag hatten
sie nach Bekanntwerden eines Berichts über die Prüfung strategischer
Optionen durch den US-Elektroauto-Hersteller - darunter die
Anmeldung eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 oder den Rückzug
von der Börse - zeitweise bis zu 55 Prozent eingebüßt. Das
Unternehmen hatte den Bericht zurückgewiesen./edh/he