Aktien New York: Wall Street legt etwas zu - Nasdaq schwächelt
Die US-Aktienmärkte haben sich am Mittwoch
unterschiedlich entwickelt. Der Leitindex Dow Jones Industrial
stieg zuletzt um 0,2 Prozent auf 52.621 Punkte. Für
den marktbreiten S&P 500 ging es um ebenfalls 0,2
Prozent auf 7.558 Zähler nach oben. Dagegen fiel der
technologielastige Nasdaq 100 um 0,5 Prozent auf
29.429 Punkte.
In den USA hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise merklich
verlangsamt. Bereits am Dienstag hatten die Verbraucherpreise die
gleiche Tendenz gezeigt und dem Markt damit etwas Schwung gegeben.
Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Anlegerfokus, zumal
die Ölpreise wieder stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem
Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht
hatte. Kommende Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört,
"es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch", sagte er dem
US-Sender Fox News. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung auf
die nächtlichen US-Angriffe wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in
der Golfregion und Jordanien.
Die Aktie von Apple erklomm ein Rekordhoch und gewann als
Dow-Spitzenreiter 4,1 Prozent. Rückenwind kam von guten Nachrichten
zum iPhone-Absatz sowie von einem entscheidenden regulatorischen
Durchbruch für die KI-Plattform des Technologiekonzerns in China.
Apple verbuchte mit dem Mobiltelefon im zweiten Quartal einen
Rekordanteil von 20 Prozent am globalen Smartphone-Markt, obwohl die
gesamten Auslieferungen der Branche aufgrund einer gravierenden
Speicherknappheit auf den niedrigsten Stand seit 2013 fielen.
Zudem erhielt Apple die lang erwartete staatliche Genehmigung zur
Einführung von Apple Intelligence in China, was dem Unternehmen auf
dem weltweit am härtesten umkämpften Smartphone-Markt möglicherweise
einen Schub verleihen könnte. Dies schließe eine der zentralen
Lücken in der KI-Strategie von Apple, die von Analysten bemängelt
worden sei, hieß es am Markt.
Im Fokus standen zudem die Papiere von Paypal , die um
16,5 Prozent auf 55,20 Dollar nach oben schnellten. Der
Zahlungsdienst steht laut Kreisen vor einer möglichen Übernahme. Der
Zahlungsabwickler Stripe und der Finanzinvestor Advent hätten über
50 Milliarden US-Dollar für den Fintech-Pionier geboten, berichtete
die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit
der Sache vertraute Personen. Die Offerte soll einem Eingeweihten
zufolge bei rund 60 Dollar je Aktie liegen.
Quartalszahlen legten unter anderem die US-Bank Morgan Stanley
vor. Zudem berichtete der im Dow notierte
Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) über
sein abgelaufenes Jahresviertel. Morgan Stanley überzeugte ähnlich
wie am Tag zuvor JPMorgan und Goldman Sachs
mit sprudelnden Einnahmen in den wichtigsten
Geschäftsbereichen. Die Aktie legte um 0,7 Prozent zu. Für J&J ging
es um 2,1 Prozent nach unten. Zwar hob der Konzern seine Jahresziele
an, doch am Markt wurde auf durchwachsene Umsätze bei Arzneien
hingewiesen.
Die Aktien von SpaceX fielen erstmals seit dem
Börsengang Mitte Juni unter den Ausgabepreis von 135 US-Dollar.
Zuletzt notierten die Papiere des Raumfahrt- und KI-Konzerns von
Tesla-Chef Elon Musk 1,0 Prozent tiefer bei 134,70
Dollar. Nach der ersten Euphorie im Zuge des Rekord-Börsengangs und
der Bestmarke am dritten Handelstag bei 225,64 Dollar ging es für
die SpaceX-Aktie auf Talfahrt. Der Abstand zum Rekordhoch liegt bei
rund 41 Prozent.
Einen Kursverlust von gut 15 Prozent musste Pentair
verkraften. Das Unternehmen für Wasseraufbereitung kappte sein
Jahresergebnisziel. Die kanadische Bank RBC strich daraufhin ihre
"Outperform"-Erwartung für die Aktie. Dabei wurde auch auf den
überraschenden Weggang des Finanzchefs nach nur vier Monaten im Amt
verwiesen.
Die Aktien von Lucid erholten sich mit plus 21
Prozent deutlich von ihrem jüngsten Kursverfall. Am Dienstag hatten
sie nach Bekanntwerden eines Berichts über die Prüfung strategischer
Optionen durch den US-Elektroauto-Hersteller - darunter die
Anmeldung eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 oder den Rückzug
von der Börse - zeitweise bis zu 55 Prozent eingebüßt. Das
Unternehmen hatte den Bericht zurückgewiesen./edh/he