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Wiener Börse - ATX schließt nach US-Daten 0,6 % im Plus / Glimpflich ausgefallene US-Inflationsdaten lindern Zinsängste - RBI nach Kurszielerhöhung gut gesucht - Strabag, Do&Co schwach

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Die Wiener Börse hat am Dienstag fester geschlossen. Der ATX konnte seine anfänglichen Verluste nach überraschend glimpflich ausgefallenen US-Inflationsdaten abschütteln und beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,64 Prozent und 6.505,39 Punkten. Auch andere Börsen in Europa drehten nach den Zahlen am Nachmittag ins Plus.

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet. Die sogenannte Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel sank ebenfalls im vergangenen Monat - und zwar auf 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai.

"Die Daten stützen unsere Ansicht, dass die Inflation nachlässt und die US-Notenbank daher die Leitzinsen entgegen den Markterwartungen nicht anhebt", schreiben die Ökonomen der Commerzbank in einer Reaktion auf die Zahlen. Vor den Daten hatten noch neue Eskalationen im Iran-Konflikt und dadurch ausgelöste Ölpreisanstiege an den Börsen Ängste vor höherer Inflation und gegensteuernden Zinserhöhungen geschürt.

Die stärksten ATX-Gewinner waren nach einer Kurszielerhöhung die Aktien der RBI mit einem Plus von 4,7 Prozent. Gut gesucht waren auch VIG (plus 2,8 Prozent), voestalpine (plus 1,7 Prozent) sowie die beiden Stromversorger EVN (plus 1,4 Prozent) und Verbund (plus 1,6 Prozent).

Die größten ATX-Verlierer waren Strabag mit einem Minus von 1,9 Prozent. Ein Gericht im russischen Kaliningrad könnte am Mittwoch österreichischen Kernaktionären des Baukonzerns verbieten, sich im Ausland gegen milliardenschwere russische Schadenersatzurteile zugunsten des russischen Strabag-Aktionärs Rasperia Trading Limited zur Wehr zu setzen.

Sehr schwach tendierten auch die Aktien des Airline-Caterers Do&Co und verloren 1,2 Prozent. Europaweit litten Aktien der Reise- und Luftfahrtbranche besonders deutlich unter den jüngsten Ölpreisanstiegen.

Flughafen Wien legten nach Meldung von Passagierzahlen leicht um 0,4 Prozent zu. Der Airport verzeichnete im Juni einen Passagierrückgang von 5,9 Prozent auf 2.832.434 Reisende. "Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Reduktion des Low-Cost-Carrier-Angebots und die reduzierten Flugverbindungen angesichts der nach wie vor anhaltenden Krise im Nahen und Mittleren Osten", so der Flughafen. Die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe - Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice - erhöhte das Passagieraufkommen im Juni um 0,2 Prozent auf 4.039.311 Passagiere.

mik/spa

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