Wiener Börse startet schwächer - ATX verliert 0,4 Prozent / Ölpreisanstiege lasten auf den Börsen - Ölwerte OMV und SBO gesucht - voestalpine legen 2,2 Prozent zu - Do&Co, Erste Group, AT&S schwach - Impulse von US-Daten am Nachmittag erwartet
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Die Wiener Börse hat am Dienstag im Frühhandel leicht nachgegeben. Der ATX fiel zuletzt um 0,35 Prozent auf 6.441,93 Punkte. Auch an anderen Börsen in Europa ging es moderat nach unten. Belastet wurden die Märkte von neuerlichen Ölpreisanstiegen. Auslöser dafür war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe.
Gut gesucht waren angesichts der höheren Ölpreise die Aktien der Ölwerte OMV und SBO mit Gewinnen von 1,4 bzw. 0,5 Prozent. Verbund-Aktien stiegen um 1,7 Prozent. Auch an anderen Börsen fanden sich Energiewerte unter den größten Gewinnern.
voestalpine stiegen nach einem positiven Analystenkommentar zum Branchenkollegen Salzgitter um 2,2 Prozent und lagen damit ganz oben im ATX. Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Salzgitter von 55 auf 66 Euro angehoben und die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktien des deutschen Stahlkochers stiegen in Folge an der Frankfurter Börse um 6,3 Prozent auf 54,65 Euro.
Schlusslicht im ATX waren die Aktien des Airline-Caterers Do&Co mit einem Minus von 2,7 Prozent. Europaweit gaben Aktien mit einem Bezug zur Reisebranche deutlich nach. Unter den größeren Verlierern fanden sich auch Erste Group mit einem Minus von 1,9 Prozent. Schwach zeigten sich AT&S und gaben 1,5 Prozent nach. Die Aktie des Leiterplattenherstellers hat ihren Kurs seit Jahresbeginn allerdings schon mehr als verfünffacht.
Impulse für den Aktienhandel könnte am Nachmittag noch die Veröffentlichung von Daten zu den US-Großhandelspreisen bringen. "Bei diesen wirkt die zwischenzeitliche Entspannung am Persischen Golf deutlich entlastend", schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Entlastung an den Tankstellen dürfte auch den Verbraucherpreisindex nach unten drücken. Die Kerninflation bleibe aber weiter hoch, die Erwartung einer strafferen Geldpolitik scheine damit gerechtfertigt, so die Experten.
mik/prtas
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