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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gibt um 0,73 Prozent nach / Krieg zwischen USA und Iran erneut eskaliert - Ölpreise steigen, Aktienmärkte unter Druck

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Neu: Einzelwerte (ab 5. Absatz)
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Die Wiener Börse ist am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Am Wochenende ist der Krieg zwischen den USA und dem Iran erneut eskaliert. Beide Seiten griffen einander mit Raketen und Drohnen an. Der heimische Leitindex ATX notierte rund eine Stunde nach dem Handelsstart mit einem Minus von 0,73 Prozent bei 6.437,68 Punkten. Der ATX Prime gab um 0,68 Prozent auf 3.167,42 Zähler nach.

Die USA und der Iran greifen sich gegenseitig an, was Sorgen über die Sicherheit auf einer der weltweit wichtigsten Routen für Öltransporte, der Straße von Hormuz, aufwirft. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump noch in einem Interview der NBC-Sendung "Meet the Press" gesagt, dass die Straße die Meerenge für die Handelsschifffahrt geöffnet sei. Damit hatte er iranischen Aussagen einer Schließung widersprochen.

Die Ölpreise stiegen als Folge am Montag deutlich an. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September legte im frühen Handel um mehr als vier Prozent auf über 79 US-Dollar zu. Damit einhergehend nehmen laut Helaba die Inflationserwartungen und Zinserhöhungsspekulationen wieder zu. Somit würden die Aktienmärkte erneut unter Druck stehen, so die Helaba-Experten.

Datenseitig seien die Blicke in dieser Woche vor allem in die USA zu richten. Die Verbraucherpreise stünden an, ebenso wie Stimmungsbarometer des laufenden Monats und handfeste Zahlen, beispielsweise zur Industrieproduktion, während der Wochenauftakt angesichts des fast leeren Kalenders von dieser Seite aber impulslos bleibe, hieß es weiter.

Der Bieterkampf um die in Wien ansässige Osteuropa-Bank Addiko geht weiter: Nachdem die RBI vergangene Woche die Mindestannahmequote bei ihrem Übernahmeangebot für sämtliche Addiko-Aktien von über 75 Prozent auf mehr als 55 Prozent gesenkt hat, reduzierte auch die slowenische NLB die Schwelle von 75 Prozent auf über 50 Prozent. NLB bietet 37 Euro je Addiko-Anteilsschein, die RBI offeriert 26,50 Euro. Da die Raiffeisen Bank International (RBI) bei den Addiko-Anteilen die gesetzliche Schwelle von 50 Prozent bereits überschritten hat, kann die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) diese Hürde rechnerisch nur nehmen, wenn Aktionäre ihre Zusagen an die Konkurrenz wieder zurückziehen. Zuletzt notierte die Aktie an der Wiener Börse bei 26,80 Euro.

Einige der schwer gewichteten Bankenwerte wurden mit Verlusten gehandelt. BAWAG sank um 1,08 Prozent. Erste Group gab um 0,85 Prozent nach, RBI verloren 0,46 Prozent. Noch schwächer tendierten die Versicherer. Die Aktien von UNIQA präsentierten sich mit einem Minus von 2,23 Prozent, jene von VIG mit einem Minus von 1,95 Prozent.

Am deutlichsten machten AT&S mit minus 3,64 Prozent im ATX Abstriche. Die Aktien des Leiterplattenherstellers hatten schon am Freitag mehr als zwei Prozent eingebüßt. Negative Vorgaben für Halbleiteraktien kamen am Montag aus Südkorea. Der südkoreanische Aktienindex Kospi ist im Verlauf zeitweise 8 Prozent eingebrochen. Stark unter Druck kamen vor allem Technologie- und hier insbesondere Halbleiterwerte. Aktien von Samsung Electronics und des Börsendebütanten SK Hynix gaben mehr als 10 Prozent nach.

Do&Co wurden um 2,59 Prozent leichter. Die Bauwerte Strabag und Porr verbilligten sich um rund ein Prozent.

Aufgrund der wieder anziehende Ölpreise zogen auch die heimischen Energiewerte nach oben. Topwert im ATX waren dementsprechend OMV, die 1,09 Prozent aufbauten. EVN, Verbund und SBO gewannen 1,04 Prozent, 0,87 Prozent bzw. 0,66 Prozent.

rst/mik

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