Wiener Börse startet mit Verlusten - ATX minus 0,84 Prozent / Krieg zwischen USA und Iran erneut eskaliert - Ölpreise steigen, Aktienmärkte unter Druck
Die Wiener Börse ist am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Am Wochenende ist der Krieg zwischen den USA und dem Iran erneut eskaliert. Beide Seiten griffen einander mit Raketen und Drohnen an. Der heimische Leitindex ATX startete mit einem Minus von 0,84 Prozent auf 6.430,30 Punkte in die neue Handelswoche. Der ATX Prime gab um 0,82 Prozent auf 3.163,18 Zähler nach.
Die USA und der Iran greifen sich gegenseitig an, was Sorgen über die Sicherheit auf einer der weltweit wichtigsten Routen für Öltransporte, der Straße von Hormuz, aufwirft. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump noch in einem Interview der NBC-Sendung "Meet the Press" gesagt, dass die Straße die Meerenge für die Handelsschifffahrt geöffnet sei. Damit hatte er iranischen Aussagen einer Schließung widersprochen.
Die Ölpreise stiegen als Folge am Montag deutlich an. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September legte im frühen Handel um mehr als vier Prozent auf über 79 US-Dollar zu. Damit einhergehend nehmen laut Helaba die Inflationserwartungen und Zinserhöhungsspekulationen wieder zu. Somit würden die Aktienmärkte erneut unter Druck stehen, so die Helaba-Experten.
Datenseitig seien die Blicke in dieser Woche vor allem in die USA zu richten. Die Verbraucherpreise stünden an, ebenso wie Stimmungsbarometer des laufenden Monats und handfeste Zahlen, beispielsweise zur Industrieproduktion, während der Wochenauftakt angesichts des fast leeren Kalenders von dieser Seite aber impulslos bleibe, hieß es weiter.
rst/mik
ISIN AT0000999982