Devisen (Früh) - Euro fällt etwas auf 1,1403 US-Dollar / Ölpreisanstieg im Fokus - Erneute Eskalation im Iran-Krieg
Der Euro ist mit leichten Verlusten zum US-Dollar in die neue Woche gestartet. Im Fokus bleibt die erneute Eskalation der Lage am Persischen Golf mit Angriffen der USA auf den Iran und iranischen Schlägen gegen Golfstaaten. In der Früh kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1403 US-Dollar und damit etwas weniger als am Freitagabend. Unter dem Strich bleibt der Eurokurs damit in der recht engen Bandbreite, in der er seit Ende Juni steckt.
In der Früh erklärte das US-Militär zwar seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran für beendet, allerdings meldeten Staaten am Persischen Golf erneut Raketenbeschuss, also wohl Vergeltungsangriffe des Iran. Die erneute Eskalation der Lage trieb die Ölpreise weiter nach oben, was Inflationssorgen nährt. Im Fokus bleibt dabei die Straße von Hormuz, die von essenzieller Bedeutung für den weltweiten Öl- und Gashandel ist.
Der Iran bezeichnete die Handelsroute als wieder geschlossen, während die USA betonten, die Straße von Hormuz werde nicht vom Iran kontrolliert. "In der Praxis dürften sich viele Reedereien bei dieser Ungewissheit mit einer Durchfahrt zurückhalten und die Schiffe, die dennoch durchfahren, dürften in der Dunkelheit die schwierige Reise wagen", erklärte Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank.
Mit Blick auf den Konjunkturkalender stehen zum Wochenstart keine wesentlichen Veröffentlichungen auf der Agenda. Die Blicke richten sich daher bereits auf US-Inflationsdaten, die am Dienstag erwartet werden. Die Kerninflationsrate in den USA habe zuletzt zwar nicht so hoch gelegen wie die Gesamtinflation, dennoch werde auch bei ihr das Ziel von zwei Prozent klar verfehlt, schrieben die Experten der Landesbank Helaba in ihrem Morgenkommentar. "Sollte sich hier keine Entspannung einstellen, bleiben die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed wohl unterstützt, zumal die Energiepreise aktuell wieder anziehen."
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