Wiener Börse - ATX um 0,43 Prozent fester / Vorerst keine große Verschiebungen durch Iran-Krieg - Maßnahmen der Regierung treffen vor allem Bankensektor
Der Wiener Aktienmarkt hat sich fester aus der Handelswoche verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX legte am Freitag zum Handelsschluss um 0,43 Prozent auf 6.484,89 Punkte zu. Der ATX Prime gewann 0,42 Prozent auf 3.189,18 Zähler. Der Handel an den europäischen Leitbörsen fiel größtenteils negativ aus.
Neueste Entwicklungen im Iran-Krieg sorgten vorerst nicht für große Verschiebungen an den Aktienmärkten. Die USA stimmten nach Angaben von Präsident Donald Trump weiteren Gesprächen mit dem Iran zu. Die Regierung in Teheran habe darum gebeten, die Verhandlungen fortzusetzen, sagte Trump. Gleichzeitig betonte er, dass die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern beendet sei. Dies sei dem Iran unmissverständlich mitgeteilt worden.
Zuletzt waren die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormuz zurückgegangen. Lediglich 22 Schiffe haben die Meerenge am Donnerstag passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zu entnehmen ist, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Mittwoch seien die Transite demnach noch bei 30 gelegen. Am Donnerstag vor einer Woche - vor Ausbruch der neuerlichen Kämpfe - lag der Zähler noch bei 48 Passagen.
Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen ÖVP, SPÖ und NEOS hat der Nationalrat am Freitag nach dreitägiger Debatte das Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 beschlossen. Neben den beiden Bundesfinanzgesetzen wurde auch der Finanzrahmen bis 2031 verabschiedet. Angepeilt wird für das kommende Jahr ein Rückgang des Budgetdefizits auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 2028 sollen wieder die in der EU erlaubten 3 Prozent erreicht werden. Laut Analyse der Nationalbank (OeNB) treffen die Maßnahmen der Regierung bei Unternehmen vor allem den Bankensektor.
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