Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gewinnt 0,19 Prozent / Iran-Krieg weiterhin im Fokus - Aktien-Bewegungen bei voestalpine und Porr
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Der Wiener Aktienmarkt ist am Freitag mit leichten Gewinnen gestartet. Der heimische Leitindex ATX legte rund 1,5 Stunden nach dem Handelsbeginn um 0,19 Prozent auf 6.468,97 Punkte zu. Der ATX Prime gewann 0,23 Prozent auf 3.183,03 Zähler. Wenig verändert zeigten sich die europäischen Leitbörsen.
Im Fokus der Anleger befindet sich weiterhin der Iran-Krieg. Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen "inakzeptablen Ausmaßes" darstelle.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss.
Größere Aktien-Bewegungen zeigten sich zum Handelsstart bei den Werten von voestalpine und Porr. Der Stahlkonzern legte um knapp 6 Prozent auf 43,22 Euro zu. Der Baukonzern fiel hingegen um 9,7 Prozent auf 39,10 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der voestalpine bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 60,00 Euro wurde von Analyst Bastian Synagowitz unverändert beibehalten. voestalpine wird in Kürze Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 26/27 veröffentlichen, und die Deutsche-Bank-Experten erwarten einen soliden Jahresauftakt, der durch eine gute operative Entwicklung sowie den Gewinn und den Mittelzufluss aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Böhler Profil gestützt wird, geht aus der aktuellen Studie hervor. Laut Marktbeobachtern stufte zudem die US-Bank JPMorgan die voestalpine von "Underweight" auf "Overweight" hoch.
Porr hat laut eigenen Angaben einen Anteilsverkauf durch seinen Großaktionär IGO Industries verzeichnet. Die Gruppe veräußere vier Prozent der Porr-Aktien, teilte das Unternehmen in der Früh mit. Dadurch steige der Streubesitz auf 56,6 von zuvor 52,6 Prozent. Der Anteil des aus IGO und der Strauss-Gruppe bestehenden Syndikats sinke auf 43,4 Prozent, wobei die Kontrollverhältnisse unberührt blieben. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss erhofft sich von dem Schritt eine liquidere Aktie. Das gilt ebenso für eine höhere Attraktivität für Anleger.
Die Konsolidierungsmaßnahmen der Regierung, die diese Woche mit dem Budget beschlossen werden, treffen bei Unternehmen vor allem den Bankensektor. Zu diesem Schluss kommt die Nationalbank (OeNB) in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Insgesamt beurteilt die OeNB die Sparmaßnahmen der Dreierkoalition seit 2025 als relativ wachstumsschonend und im historischen Vergleich als recht ausgabenlastig.
Unternehmen sind laut der Analyse von den Konsolidierungs- und Offensivmaßnahmen je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich betroffen. Am stärksten ins Gewicht fällt die Bankenabgabe, für den Finanzsektor erhöht sich die Steuerbelastung insgesamt um 1,3 Prozent der Bruttowertschöpfung. Bei den anderen Branchen ergibt sich eine Entlastung zwischen 0,2 bis 0,4 Prozent. Die Senkung der Lohnnebenkosten begünstigt besonders Unternehmen mit hoher Lohnsumme, in Industrie, Handel, Bau, im Bereich Erziehung/Unterricht und Gesundheits- und Sozialwesen. Die progressive Körperschaftsteuererhöhung trifft dagegen vor allem die Sektoren Energie, Handel, Finanz- und Immobilien, die FLAF-Pflicht für ältere Unternehmen besonders Kommunikation und öffentliche Verwaltung.
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