Österreichische Staatsanleihen im Späthandel fester / Erholung von jüngsten Verlusten - Iran-Konflikt weiter im Fokus
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstag im Späthandel mehrheitlich mit Kursgewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,33 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 28 Basispunkte. Auch deutsche Staatsanleihen legten am Donnerstag zu. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,23 Prozent auf 125,44 Punkte.
Am Mittwoch hatte der starke Anstieg der Ölpreise noch die Anleihenkurse belastet. Am Donnerstag beruhigte sich die Lage etwas, obwohl die USA in zweiter Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert haben. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran noch heftigere Angriffe an. Die Risiken für die Ölpreisentwicklung bleiben also hoch. Steigende Ölpreise erhöhen die Inflationsgefahren und damit die Erwartung, dass die EZB die Leitzinsen weiter anheben könnte. Dies belastet tendenziell die Anleihekurse.
Die am Nachmittag gemeldeten US-Konjunkturdaten wirkten sich nicht merklich im Anleihenhandel nieder. In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas gefallen. Sie gingen in der vergangenen Woche um 2.000 auf 215.000 zurück, Analysten hatten im Schnitt mit 217.000 Anträgen gerechnet. Die Erstanträge sind damit weiter auf einem historisch niedrigen Niveau. In den USA spielen Beschäftigungsdaten eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank, weil der Arbeitsmarkt neben der Inflation zum Mandat der Fed zählt.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,72 2,74 -0,02 7 5 Jahre 2,93 2,94 -0,01 16 10 Jahre 3,33 3,34 -0,01 28 30 Jahre 3,93 3,93 0,00 30
mik/sto