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Wiener Börse (Mittag) - ATX gibt 1,9 Prozent nach / Schwache Technologiewerte bremsen - Krise im Nahen Osten vor Eskalation - Ölpreise helfen Energiewerten auf die Sprünge

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch zu Mittag weiter mit Verlusten präsentiert. Der Leitindex ATX zeigte sich mit minus 1,92 Prozent bei 6.363,77 Punkten. Der weiter gefasste ATX Prime tendierte 1,89 Prozent tiefer auf 3.131,07 Einheiten. Die europäischen Börsen lagen ebenfalls durchgehend im negativen Bereich.

Die Schwäche der Technologiewerte bremst die europäischen Aktienmärkte insgesamt. Der südkoreanische Leitindex Kospi, zuletzt Sinnbild der KI-Rally, hat am Mittwoch abermals unter Gewinnmitnahmen durch Investoren bei zuvor stark gelaufenen KI-Werten gelitten.

Zunehmender Druck kommt zudem vom Persischen Golf. Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist die Waffenruhe aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendet. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara. In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA in Reaktion auf die Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als "schwerwiegenden Verstoß" gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.

International stehen heute keine relevanten Datenveröffentlichungen auf dem Zettel. "Die Marktteilnehmer werden sich einzig auf Reden europäischer Notenbanker oder auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank konzentrieren müssen", schreiben dazu Analysten der Helaba.

Österreichs Außenhandel ist im April um rund 6 Prozent gestiegen, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte. Bei den Exporten gab es ein Plus von 6,1 Prozent auf 17,08 Mrd. Euro. Die Importe hingegen stiegen um 5,8 Prozent auf 17,51 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich für diesen Monat ein Handelsbilanzdefizit von 430 Mio. Euro.

In Österreich konnte AT&S den jüngsten Abwärtstrend stoppen. Nachdem die Titel des Leiterplattenherstellers gestern mit über zehn Prozent aus dem Tag gegangen waren, drehten sie heute auf leichte plus 0,1 Prozent.

Steigende Ölpreise zogen Österreichs Energiewerte nach oben. Topwert im ATX waren dementsprechend OMV, die 2,9 Prozent aufbauten. Verbund und SBO folgten mit plus 2,4 Prozent bzw. 1,1 Prozent.

Die im ATX schwer gewichteten Bankaktien tendierten markant schwach. BAWAG lagen bei minus 1,9 Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) bei minus 4,4 Prozent und Erste Group bei minus 4,7 Prozent, womit sie die rote Laterne im ATX innehaben.

Agrana fanden sich bis jetzt 2,1 Prozent tiefer. Die Aktie wird heute allerdings ex-Dividende gehandelt.

moe/ger

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