Aktien Europa/Waffenruhe im Iran-Krieg wohl vorbei: Märkte geraten unter Druck
Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch nachgegeben. Erneute militärische Schläge im Iran-Konflikt und der damit gestiegene Ölpreis belasteten.
US-Präsident Donald Trump sagte, dass die Waffenruhe aus seiner Sicht beendet sei. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Trump war dort zunächst gefragt worden, ob die Waffenruhe beendet sei - und beim zweiten Nachhaken der Reporterin, ob die Waffenruhe und das Rahmenabkommen mit dem Iran nun Geschichte seien.
"Der Nahostkonflikt droht, wieder von der Neben- auf die Hauptbühne der Finanzmärkte zu wechseln", warnte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Damit könnte ein Risiko zurückkehren, das viele Anleger zuletzt ausgeblendet hatten."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Die Entwicklung der Einzelsektoren erinnerte an den Höhepunkt des Iran-Konflikts im ersten Börsenhalbjahr. Zyklische und von der Energiepreisentwicklung abhängige Sektoren standen unter Druck, defensive Branchen und die Ölwerte präsentierten sich dagegen stabil oder lagen sogar im Plus.
Am Ende des Feldes rangierten die Bau- und die Autowerte und damit
sowohl von den Ölpreisen als auch von funktionierenden Lieferketten
abhängige Branchen. So verloren Renault
Technologiewerte hielten sich dagegen trotz schwacher Vorgaben der
US-Halbleiterwerte und wachsender Zweifel am Boom der Künstlichen
Intelligenz einigermaßen. Grund dafür war die vergleichsweise solide
Entwicklung des Halbleiterschwergewichts ASML
Stärkster Sektor waren unterdessen die Ölwerte. Der Ölpreis hatte
durch die Aussagen des US-Präsidenten zum Iran nochmals einen Schub
erhalten. Aktien von Shell
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 CH0009980894
AXC0159 2026-07-08/12:02
Relevante Links: Renault S.A., Holcim Ltd., ASML Holding N.V., Shell plc