Devisen (Früh) - Euro startet kaum verändert bei 1,1428 US-Dollar / Anstieg der deutschen Industrieproduktion bringt keinen Impuls
Am Devisenmarkt fehlen weiterhin entscheidende Impulse für größere Bewegungen des Euro. Mit einem Kursminus von 0,1 Prozent auf 1,1428 US-Dollar blieb die europäische Gemeinschaftswährung am Dienstagmorgen innerhalb ihrer jüngsten Handelsspanne. Auch ein überraschend starker Anstieg der deutschen Industrieproduktion im Mai lieferte keinen Antrieb.
Seit Mitte Juni bewege sich der Euro "zwischen 1,135 und 1,145 Dollar und man bekommt langsam das Gefühl, dass dies noch ein wenig so weitergehen könnte", schrieb Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank in seinem Morgenkommentar. "Denn zumindest für den Moment scheinen keine großen Treiber in Aussicht. Zumindest für den Sommer."
Es stünden zwar diesen Monat noch zwei Zentralbanksitzungen an - große Impulse seien aber auch hier nicht zu erwarten, so Baur weiter. Es scheine sich am Markt zwar die Meinung zu festigen, dass die EZB den Leitzins ein weiteres Mal anheben werde, für diesen Schritt scheine aber der September wahrscheinlicher als der Juli. "Und wenn man nun den Eindruck hat, dass die EZB wenig Neues sagen wird, dann dürfte dies für die Fed noch viel mehr gelten." Fed-Chef Kevin Warsh habe in den vergangenen Wochen klargemacht, dass er nichts sagen werde, und das dürfte auch so bleiben. Ein klares Signal sei also auch hier nicht zu erwarten.
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