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Pistorius begrüßt kanadische U-Boot-Entscheidung

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die kanadische Entscheidung zur Beschaffung deutsch-norwegischer U-Boote als Meilenstein für die Stärkung der transatlantischen Sicherheit begrüßt. Die zukünftige U-Boot-Flotte der drei Nationen sei wesentlicher Pfeiler in der Strategie der Nato zur Sicherung des hohen Nordens und sichtbarer Beitrag zur Lastenteilung im Bündnis, erklärte der SPD-Politiker vor dem Beginn des Nato-Gipfels.

"Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen. Die Informationen, die unsere 24 U-Boote im Nordatlantik, in der Arktis und im hohen Norden sammeln werden, können wir schnell untereinander austauschen, analysieren und nutzen", sagte Pistorius, der am Dienstag aus Berlin zum Gipfel nach Ankara reisen will. Die Systeme könnten bei Bedarf an vier verschiedenen Werften in der nördlichen Hemisphäre gewartet werden.

Der Kieler Marineschiffbauer TKMS soll bis zu zwölf U-Boote liefern, wie der kanadische Premierminister Mark Carney kurz zuvor in Halifax mitgeteilt hatte. Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Kanada erhält von der Werft U-Boote des Typs 212CD. Dieses Modell haben Deutschland und Norwegen für die gemeinsame Nutzung entwickelt.

Pistorius, der mehrfach zur Unterstützung des deutschen Angebotes nach Kanada gereist war, dankte TKMS-Chef Oliver Burkhard und seinem norwegischen Amtskollegen Tore O. Sandvik, den er als Freund bezeichnete. Er sagte: "Klar ist auch: Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Jetzt geht es darum, die Verträge fertig zu machen und die U-Boote möglichst schnell ins Wasser zu bekommen."/cn/DP/he

 ISIN  DE000TKMS001

AXC0253 2026-07-06/22:39

Relevante Links: TKMS AG & Co KGaA

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