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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mehrheitlich schwächer / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe stieg einen Basispunkt auf 3,21 Prozent

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Montagnachmittag mehrheitlich mit leichten Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,21 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 27 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,02 Prozent auf 126,61 Punkte.

Am Nachmittag rückten aktuelle US-Daten in den Fokus: Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im Juni etwas eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) fiel um 0,5 Punkte auf 54,0 Punkte, wie das Institut mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt diesen Rückgang erwartet. Damit liegt der Indikator aber weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Er signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten in dem für die US-Wirtschaft wichtigen Dienstleistungsbereich.

Konjunkturdaten aus Europa hatten den Vormittag geprägt. So bewerten Finanzmarktexperten die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut positiver. Der von Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im Juli um 10,3 Punkte auf minus 3,1 Punkte zu, wie das Analyse-Institut mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf minus 10,0 Punkte gerechnet. Bereits im Mai und Juni hatte sich der Indikator erholt. Im März und April hatten die Auswirkungen des Iran-Kriegs und der sprunghafte Anstieg der Rohölpreise den Indikator noch stark unter Druck gesetzt.

Ein starker Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat die Erzeugerpreise in der Eurozone weiter nach oben getrieben. Im Mai legten sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 5,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im April hatte die Rate noch bei revidierten 5,0 (zunächst 4,9) Prozent gelegen. Schon im März und April hatte es einen Preisschub gegeben, nachdem die Erzeugerpreise in den sieben Monaten zuvor jeweils gefallen waren. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 0,2 Prozent. Das war von Volkswirten im Schnitt erwartet worden.

In der Eurozone sind zudem die Einzelhandelsumsätze im Mai weniger stark gestiegen als erwartet. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet.

Für die angeschlagene deutsche Industrie gab es heute Früh einen Hoffnungsschimmer: Nach dem Rückschlag im April legte der Auftragseingang im Mai wieder zu. Der Anstieg fiel zudem deutlich höher aus als von Experten erwartet.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     2,60   2,59        0,01                        6
5 Jahre     2,79   2,79        0,00                       14
10 Jahre    3,21   3,20        0,01                       27
30 Jahre    3,83   3,81        0,02                       31

ger/rst

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