, APA

Wiener Börse (Mittag) - ATX rutscht 0,89 Prozent ins Minus / Dünne Meldungslage - Uneinheitliches Umfeld - Bankwerte im Minus

Die Wiener Börse hat sich am Montag zu Mittag mit schwächerer Tendenz gezeigt. Nach verhaltenem Start drehte der heimische Leitindex ATX im Verlauf des Vormittags etwas deutlicher ins Minus und notierte kurz vor 12.00 Uhr um 0,89 Prozent tiefer bei 6.507,60 Zählern. Der breiter gefasste ATX Prime verlor 0,87 Prozent auf 3.199,65 Punkte. Das europäische Umfeld fand noch keine einheitliche Richtung.

Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen blieb zu Wochenbeginn dünn. In den Fokus rückten einige Konjunkturnachrichten: Finanzmarktexperten bewerten die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut positiver. Der von Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im Juli um 10,3 Punkte auf minus 3,1 Punkte zu, wie das Analyse-Institut mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf minus 10,0 Punkte gerechnet.

Ein starker Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat die Erzeugerpreise in der Eurozone weiter nach oben getrieben, wurde ferner bekannt. Im Mai legten sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 5,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 0,2 Prozent. Das war von Volkswirten im Schnitt erwartet worden.

Aktien von AT&S korrigierten nach den deutlichen Freitagsgewinnen um 6,4 Prozent nach unten. Zu Wochenschluss hatten die Titel des Leiterplattenherstellers satte 6,8 Prozent zulegen können. Schwächer zeigten sich zu Mittag auch Kapsch TrafficCom und büßten 2,2 Prozent ein. Zumtobel verloren 1,8 Prozent an Wert.

Unter den Indexschwergewichten tendierten BAWAG um 1,7 Prozent tiefer. Erste Group lagen 0,5 Prozent im Minus und Raiffeisen gaben um 0,4 Prozent nach. OMV konnten sich hingegen leicht um 0,3 Prozent verbessern, während Wienerberger mit minus 0,1 Prozent auf der Stelle traten.

Palfinger stiegen um 1,8 Prozent auf 33,40 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für den heimischen Kran-Spezialisten von 48,0 Euro auf 47,0 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde beibehalten.

Die Dividende des Agrana-Konzerns fürs Geschäftsjahr 2025/26 ist bei der Hauptversammlung im Vergleich zur Ausschüttung im Jahr davor auf 0,35 Euro halbiert worden. Das Vorhaben war bereits bei der Bekanntgabe des tiefroten Konzernergebnisses von minus 35,6 Mio. Euro im Mai angekündigt worden, am Freitag folgte schließlich der Beschluss, ging aus einer Aussendung der Agrana hervor. Die Dividendenhöhe orientierte sich auch an Cashflow und Verschuldung, hieß es. Agrana-Aktien notierten heute Mittag um 0,8 Prozent schwächer.

ger/moe

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.