Tusk: Polen vorsichtig mit Finanzhilfen für Ukraine
Polen wird sich beim kommenden Nato-Gipfel bei den geplanten Milliardenzusagen für die von Russland angegriffene Ukraine zurückhalten. Diese Linie kündigte Ministerpräsident Donald Tusk in Warschau an. Er gab sie auch Präsident Karol Nawrocki mit auf den Weg, der Polen bei dem Treffen am 7./8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara vertreten wird.
Grundsätzlich befürwortete Tusk Hilfen für Kiew. "Die Ukraine braucht finanzielle Unterstützung", sagte er. "Aber Polen muss die Ostgrenze der EU schützen." Wegen der besonderen Belastungen für Polen beim Schutz der Außengrenzen von EU und Nato gegen Belarus und Russland hat sich Warschau auch Ausnahmen vom EU-Asylpakt ausbedungen.
Im Verhältnis zur Ukraine spielt indes eine Rolle, dass Kiew und Warschau derzeit im Streit liegen wegen Fragen ihrer konfliktreichen Geschichte. Dieses Zerwürfnis droht auf andere Bereiche der Zusammenarbeit überzugreifen.
Außenminister sprachen über Verhältnis Warschau-Kiew
Über den aktuellen Stand der Beziehungen sprachen der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski und sein ukrainischer Kollege Andrij Sybiha am Freitag in Warschau. Der Minister aus Kiew äußerte sich nach dem Treffen nicht vor der Presse, wie der polnische Fernsehsender TVN berichtete./fko/DP/he
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