Bauern in Sorge: Hitze und Kosten belasten Weizenernte
Die deutschen Landwirte befürchten aufgrund der zurückliegenden Hitzephase mit Extremtemperaturen Ernteeinbußen bei Weizen. Die Ernteprognose sei in diesem Jahr sehr schwierig, weil es in der zweiten Junihälfte eine enorme Hitzeperiode gegeben habe, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zum Ernteauftakt im brandenburgischen Rangsdorf südlich von Berlin.
"Insofern befürchten wir, dass wir hier Ertragsrückgänge, insbesondere bei späteren Kulturarten wie Weizen, hinnehmen müssen", so Rukwied. Momentan gehe er aber noch von einer Durchschnittsernte aus.
Bauernpräsident Rukwied fordert Verlängerung des Tankrabatts
Beim Getreide spricht man auch von Notreife. Der Bauernpräsident erklärte, Getreide schalte ab einer Temperatur über 27 Grad auf einen Selbsterhaltungsmodus. Dann finde die Kornfüllung und auch die Qualitätseinlagerung nicht mehr wirklich statt. "Es gibt dann Qualitätseinbußen und kleinere Körner. Das heißt am Ende weniger Ertrag (...)", sagte Rukwied.
Er beklagte wachsenden wirtschaftlichen Druck für die Agrarbetriebe in Deutschland. Rukwied nannte gesunkene Erzeugerpreise, gestiegene Kosten durch Düngemittel- und Dieselpreise sowie zu viel Bürokratie. Zudem forderte er, den Tankrabatt bis Ende November zu verlängern. "Jetzt ist die Zeit, wo bei uns die Hauptarbeiten anfallen." Die Energiekosten erdrückten die Landwirtschaft, weil gerade während der Erntezeit viel Treibstoff benötigt werde./mow/DP/jha
AXC0178 2026-07-02/13:00