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Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,59 Prozent / Nach klaren Vortagesverlusten - Zumtobel-Aktie nach Dividendenaussetzung unter Verkaufsdruck

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag im Mittagshandel mit einer befestigten Tendenz präsentiert. Gegen zwölf Uhr gewann der heimische Leitindex ATX 0,59 Prozent auf 6.424,32 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte 1,2 Prozent an Wert eingebüßt hatte.

Auch an den europäischen Leitbörsen gab es positive Vorzeichen zu sehen, ungeachtet schwacher Vorgaben von den Börsen aus Asien. Leicht in der Verlustzone hatte die Wall Street am Mittwochabend geschlossen. Internationales Thema ist am Berichtstag vor allem die Bekanntgabe des US-Arbeitsmarktberichtes für das abgelaufene Monat.

Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene Zumtobel ins Blickfeld der Akteure. Der Vorarlberger Leuchtenkonzern hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang sowie einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Daher beschloss der Vorstand, den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividendenausschüttung vorzuschlagen.

Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 10,7 Mio. Euro, nach 16,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Nach Steuern blieb eine Million über, nach 15,5 Mio. Euro zuvor. Die Analysten der Erste Group schrieben, dass die vorläufigen Zahlen auf operativer Ebene im Großen und Ganzen den Erwartungen entsprachen, Umsatz und bereinigtes EBIT lagen leicht über den Prognosen. Die Dividendenaussetzung überschattete aber die Ergebnisse. Die Zumtobel-Aktie reagierte mit einem Kursabschlag von fast drei Prozent, nachdem im Frühhandel noch ein Minus von mehr als sieben Prozent aufgewiesen wurde.

Im Technologiebereich schwächte sich die AT&S-Aktie um 1,8 Prozent ab. Europaweit stand die Branche am Berichtstag unter Verkaufsdruck. Vor allem mit Papieren aus der Halbleiterindustrie ging es merklich abwärts.

Klar nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien mit der OMV-Aktie mit einem Kursplus von 2,3 Prozent. voestalpine stärkten sich ebenfalls um 2,3 Prozent. Erste Group verteuerten sich um ein Prozent.

Andritz gaben 0,8 Prozent nach. Der Grazer Anlagenbauer muss wegen der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie im laufenden Jahr weiter restrukturieren. Dies gelte "insbesondere bei Schuler und in Deutschland", sagte Konzernchef Joachim Schönbeck in einem Reuters-Interview. Bei der deutschen Tochter sollen heuer über rund 500 weitere Stellen abgebaut werden. Bereiche wie Werkzeugbau und Pilotproduktionen würden voraussichtlich eingestellt.

ste/ger

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