Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis mit Rückgängen / Hoffnung auf Fortschritte bei Iran-USA-Gespräche
Die Ölpreise sind am Donnerstagvormittag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 71,11 US-Dollar. Der Preis der globalen Referenzsorte sank damit um 0,66 Prozent.
Belastet wurden die Ölpreise durch die Hoffnung auf eine Einigung bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Beide Konfliktparteien haben nach Darstellung der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan in indirekten Gesprächen Fortschritte erzielt. Bei Fragen im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges seien "positive Fortschritte" erzielt worden. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Entwicklung bleibt aber hoch.
Der Iran und die USA hatten sich vor zwei Wochen auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die Wiederöffnung der für den Ölmarkt wichtigen Straße von Hormuz war ein entscheidendes Element. Die Ölpreise fielen unter das Niveau, das vor Kriegsbeginn Ende Februar herrschte. Ende März war der Ölpreis noch bis auf fast 120 Dollar gestiegen. Zuletzt hatten aber Angriffe Zweifel an einer dauerhaften Einigung geschürt. Es sei vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen, schrieb der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari auf der Onlineplattform X.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt deutlich gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 71,73 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 5,14 Dollar weniger als am Vortag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte am hingegen klar zu. Am Donnerstagvormittag wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.078,38 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,2 Prozent mehr als am Vorabend.
ste/ger