Bei Trump klingelt die Privatkasse: 'Wir alle profitieren'
Die erheblich gestiegenen Einkünfte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat US-Präsident Donald Trump mit allgemeinen Zuwächsen im Börsengeschäft erklärt. Er profitiere, weil der Aktienmarkt steige, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) US-Medien und ergänzte: "Wir alle profitieren. Ich profitiere, weil ich eine Menge Geld und eine Menge Cash habe."
Zuvor hatte die US-Regierung Trumps Einkommenserklärung für 2025 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass er allein bei Krypto-Geschäften über eine Milliarde Dollar einnahm, und zwar über die Beteiligung an World Liberty Financial, einem Unternehmen im Besitz der Trump-Familie. Seine Regierung wiederum hat den Handel mit Digitalwährungen erheblich vorangetrieben und reihenweise Regulierungen abgebaut. Trump hat zudem das Ziel ausgerufen, die USA zur "Bitcoin-Supermacht" zu machen.
Weitere 635 Millionen Dollar (556 Millionen Euro) kassierte Trump laut der Einkommenserklärung mit Lizenzgebühren sogenannter Celebration Coins oder Meme Coins, also handelbare digitale Münzen. Trump ließ kurz vor seinem Amtsantritt sogar eine Münze mit seinem eigenen Konterfei namens "$TRUMP" auflegen und rührte dafür auch selbst kräftig die Werbetrommel.
Weißes Haus spricht vom "besten Interesse" für das Volk
Die Behauptung, dass sich Trump an seinen Anhängern bereichere, wies das Weiße Haus zurück. Jegliches Handeln von Trump und seiner Regierung erfolgten "im besten Interesse des amerikanischen Volkes", teilte Sprecherin Anna Kelly US-Medien zufolge mit. "Weder der Präsident noch seine Familie waren jemals in Interessenkonflikte verwickelt - noch werden sie dies jemals sein."
Auch Trump schüttelte Nachfragen zu etwaigen Interessenkonflikten ab. Er lasse andere seine Finanzgeschäfte regeln und sein Vermögen verwalten, sagte Trump der "New York Times" am Mittwoch. "Ich weiß nicht, ob ich eine bessere Karriere in der Politik oder in der Wirtschaft hätte. Aber ich hatte eine großartige Business-Karriere. Und Sie haben das Geld gesehen", sagte der 80-Jährige weiter, bevor er mit seinen Söhnen Eric und Don in seinen neuen Regierungsflieger stieg. Dabei handelt es sich um einen umgerüsteten Jumbojet, den ihm umstrittenerweise das Golfemirat Katar geschenkt hatte./jcf/DP/stw
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