US-Nato-Botschafter setzt auf 'sehr erfolgreichen Gipfel'
Die USA haben sich vor dem Nato-Gipfel in Ankara optimistisch geäußert, dass das Treffen in der kommenden Woche zum Erfolg wird. "Wir stellen uns darauf ein, in diesem Jahr einen sehr erfolgreichen Gipfel zu haben, denn das vergangene Jahr war beispiellos und wirklich folgenreich", sagte der US-amerikanische Nato-Botschafter Matthew Whitaker in einer virtuellen Konferenz mit Journalistinnen und Journalisten. In Ankara werde es darum gehen, die Umsetzung der Zusagen im Verteidigungsbereich vom vergangenen Gipfel in Den Haag zu bewerten.
Dabei sollten vor allem die Verteidigungskapazitäten unter die Lupe genommen werden, denn es gehe nicht nur darum, Geld auszugeben, sagte Whitaker. "Letztendlich geht es um die Kapazitäten, die mit diesen Ausgaben erworben werden, und diese müssen die derzeitige Lastenverlagerung unterstützen, die hier in Europa stattfindet."
Whitaker: Einige Verbündete tun mehr als andere
Die US-Regierung dringt seit längerem darauf, dass die Europäer mehr Verantwortung für die eigene Verteidigungsfähigkeit übernehmen. Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen von US-Präsident Donald Trump hatte sich die Nato bei ihrem Gipfel im vergangenen Jahr dann verpflichtet, die Verteidigungsausgaben in beispielloser Weise anzuheben. Die Alliierten legten sich auf das Ziel fest, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren - so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Neben Militärausgaben werden dabei auch Investitionen in Infrastruktur gebilligt.
Whitaker betonte, dass einige Verbündete für dieses Ziel mehr tun würden als andere. Länder wie Polen, die nordischen Länder, die baltischen Staaten und Deutschland würden eine Vorreiterrolle einnehmen, lobte er. Einige hätten das Fünf-Prozent-Ziel bereits erreicht, andere befänden sich auf einem guten Weg, um dies bald zu erreichen. Von den Verbündeten, die ihren Verpflichtungen noch hinterherhinkten, erwarte Trump, dass sie "unverzüglich" ihre Anstrengungen verstärken.
Die Beziehungen zwischen den USA und einigen europäischen Verbündeten waren zuletzt angespannt. Trump und andere Vertreter seiner Regierung kritisierten die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen den Iran mehrfach - der US-Präsident warf ihnen dabei unter anderem mangelnde Loyalität vor./DP/zb
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