Aktien Europa: Leichte Verluste bei abwartendem Geschäft
Europas Aktienmärkte haben am
Mittwoch leicht nachgegeben. Marktteilnehmer sprachen von einem
zurückhaltenden Geschäft. Die Blicke richteten sich auf das
Notenbankforum der Europäischen Zentralbank in Sintra, merkte
Marktanalyst Timo Emden von Emden Research an. "Anleger dürften jede
Formulierung auf mögliche geldpolitische Hinweise abklopfen,
insbesondere mit Blick auf den weiteren Zinskurs und den Umgang der
Notenbanken mit anhaltenden Inflationsrisiken", so Emden.
Am Mittag verlor der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
0,11 Prozent auf 6.320,84 Punkte. Ähnlich sah es außerhalb des
Euroraums aus: Der Schweizer SMI büßte 0,21 Prozent
auf 14.164,20 Punkte ein. Für den britischen FTSE 100
ging es um 0,19 Prozent auf 10.477,69 Punkte nach unten.
Insgesamt hielten sich die Kursveränderungen in Grenzen, und
Nachrichten waren rar. Etwas stärkere Verluste erlitten die Aktien
von Schneider Electric . Der französische Konzern
verstärkt sich bei industrieller KI. Dafür übernimmt das Unternehmen
für 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Mrd Euro) den
US-Software-Hersteller Cognite. Die kanadische Bank RBC hält den
Kauf des Industriesoftware-Unternehmens zwar für nicht günstig, aber
strategisch sinnvoll. Die Aktien von Schneider sanken um 2,1
Prozent.
Zu den Verlierern gehörten auch AB Foods . Das
Unternehmen hatte im dritten Quartal Umsatzrückgänge verzeichnet.
Die Aktie verlor zwei Prozent. Im Luxussektor, der erneut
schwächelte, fielen Richemont um 2,2 Prozent.
Santander hatte den Schweizer Standardwert auf "Neutral" abgestuft.
Die Aktien von Kering setzten ihre Abwärtsbewegung
vom Vortag fort und verloren weitere 1,2 Prozent.
Besser kamen Neuigkeiten zu Lonza an. Das Schweizer
Unternehmen baut seine strategische Zusammenarbeit mit einem
führenden US-Biopharmaunternehmen aus. Der kumulierte Auftragswert
der neuen Vereinbarung hat ein Potential von mehreren Milliarden
Franken./mf/stw