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Wadephul setzt Südamerikareise in Argentinien fort

Außenminister Johann Wadephul setzt seine Südamerikareise an diesem Mittwoch vor dem Hintergrund andauernder Kriege und Krisen in Argentinien fort. In der Hauptstadt Buenos Aires will der CDU-Politiker mit seinem Amtskollegen Pablo Quirno eine Absichtserklärung zur engeren Zusammenarbeit im Rohstoffbereich unterzeichnen.

Argentinien verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen. Derzeit machen Gold, Silber und Lithium etwa 95 Prozent der Bergbauexporte des Landes aus. Zudem entstehen derzeit weitere große Bergbauprojekte zur Förderung von Kupfer und Lithium. Lithium ist wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, die etwa in E-Autos, Smartphones und Laptops sowie in der Solar- und Windenergie verwendet werden.

Deutschland will bei Rohstoffen unabhängiger von China werden

Weil Deutschland sich beim Import solcher Rohstoffe unabhängiger von China machen will, setzt Wadephul bei seinen Gesprächen in Argentinien sowie anschließend in Brasilien darauf, die deutschen Lieferketten gerade bei für den High-Tech-Bereich wichtigen Seltenen Erden und kritischen Mineralien zu diversifizieren.

Argentinien gehört zusammen mit Brasilien, Paraguay und Uruguay zu den südamerikanischen Mercosur-Staaten, die seit Anfang Mai mit der EU eine riesige neue Freihandelszone bilden. Durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll das Abkommen den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln. In Deutschland werden langfristig große Chancen für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen.

In Buenos Aires will der Bundesaußenminister auch die Gedenkstätte Parque de la Memoria für die Opfer der Militärdiktatur und das Estadio Monumental des argentinischen Fußballclubs River Plate besuchen./bk/DP/he

AXC0016 2026-07-01/05:50

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